Mehr Migranten in den Schuldienst

„MigraMentor-Campus für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ an der Freien Universität Berlin startet am 6. Juni

Nr. 142/2013 vom 05.06.2013

An der Freien Universität Berlin findet am 6. und 7. Juni 2013 der diesjährige „MigraMentor-Campus“ statt. 32 Schülerinnen und -schüler mit Migrationshintergrund erhalten bei dem zweitägigen Workshop Einblicke in das Lehramtsstudium und in die Berufspraxis von Lehrern. Das Programm sieht Vorträge, Gespräche mit Experten sowie Exkursionen an Schulen vor. Außerdem berichten Studierende, Mentoren und Lehrer mit Migrationshintergrund von ihren Erfahrungen. Ziel der Veranstaltung ist es, Schüler mit Migrationshintergrund für den Lehrberuf zu interessieren und sie in ihrer Berufs- und Studienwahl zu unterstützen. Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt des Berliner Netzwerks für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Berlin braucht mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund: In den allgemeinbildenden Schulen ist schätzungsweise jeder dritte Schüler nichtdeutscher Herkunft, in manchen Bezirken liegt der Anteil bei mehr als 60 Prozent und in einzelnen Klassen sogar bei über 90 Prozent. Lehrer mit Einwanderungsgeschichte bilden jedoch noch immer eine Ausnahme, deutschlandweit liegt ihr Anteil an allen Lehrkräften bei rund vier bis sechs Prozent. Daher werden Lehrer mit Migrationshintergrund dringend gebraucht – als Vorbilder und Vertraute für alle Schüler.

 

Weitere Informationen

Dr. Diemut Ophardt, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-55869, E-Mail: ophardt@zedat.fu-berlin.de

 

Im Internet

www.migramentor.de