Freie Universität Berlin und Charité erhalten 2,8 Millionen Euro für ihr Projekt zur Gründungsförderung

Erfolg im Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – die Gründerhochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums

Nr. 3/2013 vom 10.01.2013

Die Freie Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin erhalten für ihr Konzept zur Förderung von Ausgründungen 2,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Projekt gehört zu den zwölf erfolgreichen Vorhaben bundesweit im Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“. Die beiden Einrichtungen können das Konzept mit den Fördermitteln bis 2018 umsetzen. Die Auszeichnung wurde am Mittwochabend durch Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler in Berlin verliehen.

In der zweiten Runde des Wettbewerbs hatten sich insgesamt 49 Hochschulen aus ganz Deutschland beteiligt. Davon wurden 27 aufgerufen, eine hochschulweite Gesamtstrategie zur Gründungsprofilierung zu konzipieren. Eine mit unabhängigen Experten besetzte Jury hat alle Strategiekonzepte bewertet und die besten Konzepte ermittelt.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Strategie für eine Entrepreneurial Network University die Juroren überzeugt hat“, sagte Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin. „Mit der Arbeit in Netzwerken haben wir als eine der deutschen Exzellenzuniversitäten bereits die besten Erfahrungen gemacht. Gemeinsam mit der Charité werden wir nun ein unternehmerisches Netzwerk aufbauen, um uns bei der Gründungsförderung auf europäischem Spitzenniveau weiter zu etablieren.“ Der Kanzler der Freien Universität, Peter Lange, betonte, „durch die Förderzusage können wir die Strukturen zur Förderung von Ausgründungen verstärken und verstetigen – und so das kreative Potenzial und die Eigeninitiative zu unternehmerischen Aktivitäten ausschöpfen.“  „Als Deutschlands größte medizinische Einrichtung für Klinik und Forschung ist die Charité Innovationstreiber für die Gesundheitswirtschaft“, erklärte Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin. „Mit dem neuen Konzept wollen wir künftig noch mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Gründen motivieren und ihnen die optimale Ausbildung und Unterstützung bieten.“

Seit 2009 arbeitet die Freie Universität Berlin mit der Charité, dem gemeinsamen medizinischen Fachbereich von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, in der Gründungsförderung zusammen. Unter dem Dach der Entrepreneurial Network University soll die Kooperation nun eine neue Qualität erreichen und auf weitere Partner ausgeweitet werden.

Steffen Terberl, Teamleiter für Wissens- und Technologietransfer an der Freien Universität Berlin und Projektleiter, erläuterte die geplanten Schritte und Ziele des Projekts: „Wir wollen Anreize für Professorinnen und Professoren schaffen, um den Wissens- und Technologietransfer als zentrale Säule neben Forschung und Lehre zu etablieren. Mit einer modernen, teils online-basierten Lehr- und Lernplattform wollen wir es Studierenden und Wissenschaftlern aller Fachbereiche ermöglichen, unternehmerische Fähigkeiten zu erwerben. Besonders intensiv werden wir forschungsbasierte Gründungen in den Branchen Gesundheitswirtschaft, der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Medien- und Kreativwirtschaft unterstützen.“ Diese Felder seien auch in der Innovationsstrategie Berlin-Brandenburgs von großer Bedeutung. Darüber hinaus sollen unternehmerisch erfahrene Alumni sowie Wirtschaftspartner dafür gewonnen werden, Kapital in einen Seed-Fonds zu investieren; dieser Fonds soll Ausgründungen in der frühen Phase lückenlose Finanzierung ermöglichen.

Für eine starke Gründungskultur bringen Freie Universität und Charité bereits gute Voraussetzungen mit: Im bundesweiten Ranking über die Hochschulen mit den besten Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen kletterte die Freie Universität seit 2005 von Platz 27 auf Platz 7. Bei der Förderung einzelner Gründungsvorhaben durch das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und bei Finanzierungen des High-Tech Gründerfonds gehören die Freie Universität und die Charité gemeinsam bundesweit zur Spitzengruppe; so haben beispielsweise insgesamt 60 Gründungsvorhaben beider Einrichtungen ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erhalten. 85 Kapitalgesellschaften sind seit 2006 mit Unterstützung der Gründungsförderung entstanden.

Weitere Informationen

  • Steffen Terberl, Teamleiter Wissens- und Technologietransfer, Freie Universität Berlin, E-Mail: steffen.terberl@fu-berlin.de, Telefon: 030 / 838-73609
  • Dr. Anette Schröder, Beauftragte für Technologietransfer, Technologie-Transferstelle der Charité, E-Mail: anette.schroeder@charite.de, Telefon: 030-450 570 243

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