Phänomene in Natur und Technik ergründen

100 Berliner Grundschulen machen mit beim an der Freien Universität angesiedelten Projekt „Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ (TuWaS!)

Nr. 237/2012 vom 29.08.2012

In dem Naturwissenschaft- und Sachkundeprojekt „Technik und Naturwissenschaft an Schulen“ (TuWaS!) werden Grundschülerinnen und Grundschüler durch eigenes praktisches Experimentieren an Phänomene in Natur und Technik herangeführt. Am Donnerstag, 30. August, können Medienvertreter in der Charlotte-Salomon-Grundschule in Berlin-Kreuzberg am Unterricht teilnehmen. Das Projekt nimmt mit dieser Schule die 100. Grundschule in sein Programm auf. Ziel von TuWaS! ist es, das sogenannte untersuchende Lernen zu stärken. An dem 2007 gestarteten Projekt nimmt mittlerweile fast ein Viertel der Berliner Grundschulen teil. Um Anmeldung per E-Mail unter thorsten.grospietsch@fu-berlin.de wird gebeten.

Bei dem Termin im Klassenzimmer erhalten Medienvertreter Einblicke in die Arbeit von TuWas! Das Projekt wurde 2007 gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Freien Universität Berlin gegründet. Es wird von mehreren Organisationen und Institutionen im Berliner Raum unterstützt. Gefördert wird es unter anderem von der TSB Technologiestiftung Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie dem Logistik-Unternehmen GO! Express and Logistics. Während des Termins steht Norbert Quinkert, Vorstandsvorsitzender der TSB Technologiestiftung Berlin, für Interviews zur Verfügung. Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts wird in einem feierlichen Akt exemplarisch ein TuWaS!-Schild an das Schulgebäude angebracht, um das Engagement der Schule im naturwissenschaftlichen Bereich zu würdigen.

Das Projekt TuWaS! bietet Lerneinheiten für die Klassenstufen 1 bis 6 und unterstützt Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen durch Fortbildungen und ausleihbare Experimentiermaterialien. Die Kinder experimentieren, stellen Hypothesen auf, beobachten ihre Versuche, notieren die Ergebnisse und entwickeln daraus neue Fragen – ähnlich wie „echte“ Wissenschaftler. Im Fach Sachkunde etwa lernen sie den „Lebenszyklus eines Schmetterlings“ kennen oder bauen „elektrische Stromkreise“; im Fach Naturwissenschaften werden Fahrzeuge konstruiert oder Lebensmittel untersucht. Dieses praktische Arbeiten vermittelt Fachwissen, fördert die Sprachentwicklung sowie das Interesse für Natur und Technik. Damit wird für die Kinder eine wichtige Grundlage geschaffen, um in einer zunehmend komplexer werdenden Welt als mündige Bürger heranzuwachsen.

Um das Interesse von Schulkindern an Technik und Naturwissenschaften zu fördern, rief die Europäische Kommission 2006 das Projekt „Pollen“ ins Leben. Ziel war das sogenannte untersuchende Lernen (inquiry-based learning) im naturwissenschaftlichen Unterricht. Es wurde bis 2009 an Grundschulen in zwölf europäischen Ländern durchgeführt, Berlin war eine von zwölf teilnehmenden Städten. Um die Langfristigkeit der Initiative zu sichern, gründeten die Freie Universität und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 2007 das Projekt TuWaS! für den Berliner Raum. Um den Erfolg von „Pollen“ in weitere Länder der EU zu tragen, gibt es das Folgeprojekt „Fibonacci“. Dort werden die Erfahrungen von Referenzzentren, von denen eines an der Freie Universität ist, an „Twin“-Zentren weitergegeben.

Am 3. September 2012 wird der Erfolg des Projekts mit einer öffentlichen Festveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gefeiert.

Folgende Fotos können für die Berichterstattung zum TuWaS!-Projekt der Freien Universität Berlin unter Angabe der Quelle "Bernd Wannenmacher" frei verwendet werden.

Bildbeschreibung: Aufnahmen aus der Erich-Kästner-Grundschule in Berlin-Dahlem, die als Pilotschule von Anfang an an dem Programm teilgenommen hat. Hier lernen die Kinder den "Lebenszyklus eines Schmetterlings" kennen.

Pressefotos

Hier lernen Kinder der Dahlemer Erich-Kästner-Grundschule beim Projekt TuWaS! den Hier lernen Kinder der Dahlemer Erich-Kästner-Grundschule beim Projekt TuWaS! den Hier lernen Kinder der Dahlemer Erich-Kästner-Grundschule beim Projekt TuWaS! den

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Weitere Informationen

Termin im Klassenzimmer

  • Donnerstag, 30. August 2012, 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr: TuWaS! im Klassenzimmer
  • Charlotte-Salomon-Grundschule, Großbeerenstraße 40, 10965 Berlin-Kreuzberg
  • U-Bhf. Mehringdamm, U6, U7, Yorckstraße/ Großbeerenstraße, Bus 140, M19)

Anmeldung

Anmeldungen werden erbeten per E-Mail unter: thorsten.grospietsch@fu-berlin.de

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Petra Skiebe-Corrette, Freie Universität Berlin, TuWaS! / NatLab, Fabeckstraße 34–36, 14195 Berlin, Telefon 030 / 838-54905, E-Mail: skiebe@zedat.fu-berlin.de

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