Internationale Netzwerkuniversität im Exzellenzwettbewerb

Freie Universität reicht Folge- und Neuanträge ein

Nr. 273/2011 vom 01.09.2011

Die Freie Universität Berlin hat ihre insgesamt 14 Neu- und Fortsetzungsanträge für die zweite Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eingereicht. Unter dem Titel „Veritas, Iustitia, Libertas. Die Internationale Netzwerkuniversität – Freie Universität Berlin“ verfolgt der Folgeantrag für die dritte Förderlinie der Exzellenzinitiative das Ziel, das 2007 mit dem Exzellenzstatus belohnte Zukunftskonzept systematisch weiterzuführen.

Partner der Freien Universität sind vier Max-Planck-Institute – Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik und Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie –, die Helmholtz-Zentren in Wannsee und Teltow sowie das Wissenschaftszentrum Berlin. Gemeinsam mit ihren außeruniversitären Partnern wird die Freie Universität junge Spitzenforscher aus dem In- und Ausland auf höchstem Niveau fördern. Zu diesem Zweck wird ein Karrierewege-Modell aufgebaut, mit dessen Hilfe es herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ermöglicht werden soll, auch längerfristig auf dem Forschungscampus Dahlem zu arbeiten.

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Peter-André Alt, betonte, mit ihrem Zukunftskonzept stelle die Universität die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. „Gemeinsam mit starken Partnern fördert sie die exzellente Qualität des weltweit herausragenden Forschungscampus Berlin-Dahlem und sorgt dafür, dass die Besten aller Fächer an diesem traditionsreichen und innovativen Wissenschaftsstandort zum Wohle der Stadt Berlin und der internationalen Forschung tätig sein können.“

Neben dem Fortsetzungsantrag für das Zukunftskonzept der Freien Universität wurden auch für die neun in den Jahren 2006 und 2007 in dem Wettbewerb bewilligten Cluster und Graduiertenschulen Folgeanträge gestellt. Neu beantragt wurden ferner ein Exzellenzcluster und drei Graduiertenschulen.

Die Entscheidung über die Bewilligung der Anträge fällt am 15. Juni 2012; die Förderung beginnt am 1. November desselben Jahres.

NEUANTRÄGE

Exzellenzcluster:

  • Exzellenzcluster GenoRare – Medical Genomics of Rare Disease, ein Projekt der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Faktultät von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, bei dem seltene Krankheiten erforscht werden sollen

Graduiertenschulen:

  • Graduiertenschule Ostasienstudien, in der der tiefgreifende Wandel einer Region in den Blick genommen werden soll
  • Graduiertenschule BSIO – Berlin School of Integrative Oncology, ein Projekt der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Faktultät von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, in dem Strategien gegen Krebs erforscht werden
  • Robert-Koch-Graduiertenschule Berlin (RKGS), in der die Freie Universität Berlin als „Host-University“ gemeinsam mit Wissenschaftlern der Sprecheruniversität Humboldt-Universität zu Berlin den Bereichen Infektionsbiologie und Immunologie im Fokus hat.

FORTSETZUNGSANTRÄGE

Exzellenzcluster:

  • Im 2007 bewilligten Exzellenzcluster Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations, einem gemeinsamen Projekte der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, werden die Beziehungen zwischen Raum und Wissen in den Zivilisationen des Vorderen Orients, des Mittelmeerraums und des Schwarzmeerraums vom 6. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 500 n. Chr. erforscht.
  • Im ebenfalls 2007 bewilligten Exzellenzcluster Languages of Emotion erforschen Wissenschaftler aus 20 verschiedenen Disziplinen die Sprache der Gefühle.
  • Im 2007 bewilligten Exzellencluster NeuroCure – Towards a Better Outcome of Neurological Disorder der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird neurowissenschaftliche Grundlagenforschung und klinische Anwendung eng vernetzt betrieben, um neue Erkenntnisse zur Funktion des Nervensystems und dessen Erkrankungen in effektive Therapien übertragen zu können.
  • Im 2007 bewilligten Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis der Technischen Universität Berlin erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse. An diesem Projekt ist die Freie Universität Berlin beteiligt.

Graduiertenschulen:

  • In der 2007 bewilligten Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies werden die Kompetenzen von hoch qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern im Text-, Kultur- und Medienvergleich gefördert. Sie ist die einzige literaturwissenschaftliche Graduiertenschule Deutschlands, die in der Exzellenzinitiative erfolgreich war.
  • In der 2007 bewilligten Graduiertenschule Muslim Cultures and Societies: Unity and Diversity werden Nachwuchswissenschaftlern Kenntnisse darüber vermittelt, wie der Islam Kultur, Recht und Politik der Gesellschaften prägt, die als „muslimisch“ oder „islamisch geprägt“ bezeichnet werden.
  • Die Graduiertenschule Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies der Charité – Universitätsmedizin Berlin fördert Promotionsvorhaben über Möglichkeiten einer gesteuerten Differenzierung von Zellen mit dem Ziel, die endogene Gewebe-Regeneration für die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen zu stimulieren.
  • An der 2006 bewilligten Graduate School of North American Studies erforschen Promovenden den gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Wandel der nordamerikanischen Gesellschaften.
  • Die 2006 bewilligte Berlin Mathematical School, ein Gemeinschaftsprojekt der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, bietet hochbegabten Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit einer Promotion im Fach Mathematik.

Weitere Informationen

Goran Krstin, Pressesprecher des Präsidenten der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-73106, E-Mail: goran.krstin@fu-berlin.de

Letzte Aktualisierung: 01.09.2011

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