Der sozialen Ausgrenzung trotzen

Ehrenamtliche Mentoren von Grundschülern in sozialen Brennpunkten geehrt – Projekt „Nightingale“ startet in neue Runde – Bewerbungen möglich

Nr. 235/2011 vom 13.07.2011

Ehrenamtliche Mentoren von Grundschulkindern in sozialen Brennpunkten der Stadt Berlin sind am Mittwoch von der Senatsverwaltung und der Freien Universität Berlin für ihr Engagement geehrt worden. Die 45 Studierenden der Freien Universität Berlin und zehn Studierenden anderer Universitäten hatten im Rahmen des Projektes „Nightingale“ acht Monate lang regelmäßig Zeit mit einem Grundschulkind verbracht und die Erlebnisse in Tagebüchern dokumentiert. Das von Petra Wieler, Professorin für Grundschulpädagogik an der Freien Universität Berlin, geleitete Projekt wird von 2009 bis 2012 als Modellvorhaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung finanziert. Im Herbst startet ein neuer Durchgang, für den sich Interessenten ab sofort bewerben können.

Der Vizepräsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Michael Bongardt, und Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin für Bauen und Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dankten den Mentoren für Ihr Engagement und übereichten ihnen Zertifikate. Hella Dunger-Löper erklärte, viele Berliner Stadtquartiere seien durch zunehmende soziale Ausgrenzung gekennzeichnet. „Mit den in Gang gesetzen 34 Quartiersverfahren stoßen wir Prozesse an, die eine Verbesserung der individuellen Lebenschancen vor allem von Kindern durch Bildung und Ausbildung zum Ziel haben.“ Sie bezeichnete das Projekt Nightingale als einen „modellhaften Ansatz“. Dadurch werde die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule gestärkt, es ermögliche individuelle Förderung und bilde Studierende kultursensibel aus.

Weitere Informationen

Interessenten können sich über die Webseite des Projekts über den neuen Durchgang informieren und sich an dessen Koordinator Florian Stenzel wenden: Telefon: 030 / 838-56258, E-Mail: f.stenzel@fu-berlin.de 

 

Im Internet

www.nightingale-projekt.de