Einladung zum Vortrag und zur Pressekonferenz: Präsident der Malediven am 11. März Gast der Freien Universität

Eindringlicher Appell gegen den Klimawandel

Nr. 50/2010 vom 04.03.2010

Der Mitte Oktober durch den auf dem Meeresboden verabschiedeten Aufruf seines Kabinetts zur Reduzierung des umweltschädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes bekanntgewordene Präsident der Malediven, Mohamed Nasheed, besucht am 11. März die Freie Universität. Nasheed wird nach Beratungen mit der Bundesregierung und auf Einladung der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität einen Vortrag in Dahlem halten, in dem er auf die verheerenden Folgen des Klimawandels für sein Land aufmerksam macht; der aus rund 1200 Inseln bestehende Staat ist wegen des steigenden Meeresspiegels vom Untergang bedroht. Im Anschluss an den Vortrag findet eine Pressekonferenz statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Zeit und Ort des Vortrags

  • Donnerstag, 11. März 2010, 10.00 bis 11.00 Uhr

  • Henry-Ford-Bau der Freien Universität, Hörsaal B, Garystr. 35, 14195 Berlin (U-Bhf. Thielplatz, U3)

Zeit und Ort der Pressekonferenz

  • 11. März 2010, 11.15 Uhr

  • Henry-Ford-Bau der Freien Universität (1. Stock, Akademischer Senatssaal), Garystraße 35, 14195 Berlin (U-Bhf. Thielplatz, U3)

Für die Pressekonferenz wird um Anmeldung gebeten

Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität Berlin, Fax: 030 / 838-73187, E-Mail: kommunikationsstelle@fu-berlin.de

Kurzinfo:

Der steigende Meeresspiegel bedroht die Bevölkerung des weltweit am niedrigsten gelegenen Staates der Welt zunehmend. Hunderttausende Malediver bräuchten eine neue Heimat, wenn der Anstieg des Meeresspiegels die Inseln des Archipels im Indischen Ozean unbewohnbar macht. Mohamed Nasheed ist der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven. Als Oppositioneller kämpfte er mit friedlichen Mitteln gegen das Regime von Maumoon Abdul Gayoom, der den Inselstaat dreißig Jahre autoritär regierte. Für sein politisches Engagement wurde Nasheed verfolgt und mehrfach inhaftiert. Für seinen gewaltlosen Widerstand erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Nasheed 1991 zum „prisoner of conscience“. Nach der erfolgreichen Gründung der Maldivian Democratic Party im Jahr 2005 wurde er 2008 zum Präsidenten seines Landes gewählt. Für sein politisches Engagement sowie seinen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel wurde Nasheed mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. 2009 erhielt er den Anna-Lindh-Preis für herausragenden Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Umweltschutz. Im September des vergangen Jahres erklärte ihn das Time Magazine zum „Hero of the Environment“.