Wissensbasis von Gesetzen verbessern

Wissenschaftler der Freien Universität koordinieren Exzellenznetzwerk der Europäischen Kommission zur Politikfolgenabschätzung

Nr. 332/2009 vom 24.11.2009

Welche Folgen haben Gesetze für die Politik? Wieso ist die Umsetzung oft schwierig? Weshalb muss häufig nachgebessert werden? Die Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität koordiniert gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsinstitut Alterra ein Netzwerk zur Politikfolgenabschätzung, das von der Europäischen Kommission initiiert wurde. In den kommenden viereinhalb Jahren entwickeln insgesamt 15 Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa Instrumente, mit deren Hilfe die Wissensbasis von Gesetzen verbessert werden soll. Das Projekt wird mit insgesamt sieben Millionen Euro unterstützt, rund 800.000 davon gehen an die Freie Universität. Koordinator an der Freien Universität ist Dr. Klaus Jacob.

In fast allen europäischen Ländern ist die Durchführung einer Politikfolgenabschätzung bei geplanten Gesetzen aus allen Politikbereichen Pflicht. Das Netzwerk unterstützt die Folgenabschätzung insbesondere von Nachhaltigkeitsaspekten durch das Zusammentragen und die Weiterentwicklung von Modellierungsverfahren und weiteren analytischen Methoden. Das Ergebnis des Forschungsprojekts soll eine Schnittstelle sein zwischen Wissenschaft und Politik: Forscher können Ergebnisse in der Gesetzesfolgenabschätzung nutzbar machen, Regierungsvertreter das zusammengetragene Wissen für die Gesetzesvorbereitung nutzen. Die Wissenschaftler der Freien Universität bringen ihre langjährigen Erfahrungen zur Nutzung und zum Erfolg von Verfahren der Politikfolgenabschätzung ein.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Klaus Jacob, Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität,

Telefon: 030 / 838–54492, E-Mail: jacob@zedat.fu-berlin.de

Informationen zur Forschungsstelle für Umweltpolitik im Internet:

www.fu-berlin.de/ffu