Präsident der Freien Universität gratuliert Professor Gerhard Ertl zum Chemie-Nobelpreis

Oberflächenphysiker wurde schon 1986 Honorarprofessor der Freien Universität Berlin

Nr. 233/2007 vom 10.10.2007

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Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen gratuliert Professor Gerhard Ertl zum Nobelpreis Bildquelle: Thomas Houterman

Der Präsident der Freien Universität Berlin hat Professor Gerhard Ertl zur Verleihung des Chemie-Nobelpreises gratuliert. „Die Freie Universität freut sich über diese große Auszeichnung für Professor Ertl“, sagte Professor Dieter Lenzen. „Die Ehrung ist ein Ausdruck der exzellenten Zusammenarbeit der Freien Universität Berlin mit der Max-Planck-Gesellschaft. Sie verdeutlicht die Leistungsstärke der Naturwissenschaften in Berlin auf dem traditionsreichen Campus Dahlem.“ Die Freie Universität konnte Ertl bereits 1986 als Honorarprofessor gewinnen.

Der Berliner Wissenschaftler, der heute seinen 71. Geburtstag feiert, erhält den Nobelpreis für seine Studien zu chemischen Prozessen auf festen Oberflächen. Seine Arbeiten hätten zum Verständnis beigetragen, wie Katalysatoren in Kraftfahrzeugen und Brennstoffzellen funktionieren, erklärte das Nobelkomitee der Königlich-Schwedischen-Akademie.

Der gebürtige Stuttgarter studierte in seiner Heimatstadt Physik. Er schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet der physikalischen Chemie. Bereits 1986 wurde Ertl von der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität zum Honorarprofessor ernannt, zehn Jahre später folgte auch die Humboldt-Universität. Eine Reihe von Professoren der Freien Universität zählen zu den Schülern Ertls.

Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 leitete Ertl die Abteilung für Physikalische Chemie des Fritz-Haber-Instituts in Berlin. Das Institut ist Partner beim Forschungscluster-Antrag „Unifying Concepts in Catalysis“ der Berliner Universitäten für den Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder. „Der Nobelpreis für Professor Ertl ist auch eine Bestätigung für den Clusterantrag, an dem Professoren der Freien Universität beteiligt sind“, sagte Professor Dieter Lenzen.