A. v. Humboldt-Forschungspreis an Prof. Dr. Gerald D. Feldman

Prof. Feldman von der University of California forscht an der Freien Universität und dem Wissenschaftszentrum Berlin

Nr. 204/2002 vom 05.09.2002

Die Freie Universität Berlin begrüßt Prof. Dr. Gerald Feldman von der University of California als Alexander-von-Humboldt-Stipendiaten im Wintersemester 2002/2003 am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. Prof. Feldman wird von Oktober 2002 bis September 2003 sowohl am Friedrich-Meinecke-Institut für Neuere Geschichte und zugleich am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) arbeiten. Seine Kontaktperson ist Prof. Dr. Jürgen Kocka. Das Stipendium ermöglicht ihm, seine Forschungen zur politischen Ökonomie Deutschlands im 20. Jahrhundert vor Ort fortzusetzen.

Prof. Gerald D. Feldman, 1937 in New York City geboren, promovierte 1964 an der Harvard University. Seit 1963 ist er Hochschullehrer an der University of California/Berkeley, seit 1970 mit dem Schwerpunkt europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und seit 1994 Direktor des Center for German and European Studies.

Arbeitsschwerpunkte von Prof. Feldman sind Forschungen zur deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Weimarer Zeit und des Nationalsozialismus. Hierzu veröffentlichte er u.a. "The Great Disorder: Politics, Economics, and Society in the German Inflation, 1914-1924", New York/Oxford 1993; "Hugo Stinnes. Biographie eines Industriellen 1870-1914", München 1998 und "Die Allianz und die Deutsche Versicherungswirtschaft 1933-1945", München 2001.

Prof. Feldman ist Mitglied zahlreicher historischer Kommissionen, wie der zur Geschichte der Deutschen Bank und der Dresdner Bank. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden durch vielfache Auszeichnungen und Forschungsstipendien honoriert: So war er u.a. als Stipendiat und Preisträger des Historischen Kollegs in München (1982-83), Fellow des Berliner Wissenschaftskollegs (1987-88), Karl-W.Deutsch-Gastprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin (1997) und Fellow der American Academy in Berlin (1998-99). Im Jahr 2000 wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Mit dem seit 1972 vergebenen A.-v.Humboldt-Forschungspreis werden international angesehene Spitzenwissenschaftlerinnen und –wissenschaftler ausgezeichnet. Sie können gleichzeitig mit dieser Ehrung in Deutschland Forschungen ihrer eigenen Wahl betreiben. Das Preisträger-Programm hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einem der bedeutendsten deutschen Auszeichnungsprogramme für die internationale Wissenschaft entwickelt. Vergangenes Jahr wurden 47 Forscherinnen und Forscher aus 11 Ländern ausgezeichnet. Mehr als 30 Humboldt-Forschungspreisträger erhielten bisher den Nobelpreis.

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