Paradoxien der Globalisierung am Ende des Jahrtausends

Konferenz der FU-Forschungsgruppe Globalisierung, Nachhaltigkeit und Gender und der Heinrich-Böll-Stiftung

Nr. 210/1999 vom 28.10.1999

Globalisierung ist zum neuen Schlagwort am Ende des Jahrtausends geworden. Für die einen ein Glück, für andere bloßer Mythos oder Totschlagargument, hat die Globalisierung Finanzarchitektur, Produktion, Handel und Arbeitswelt verändert. Der Zuschnitt des Wohlfahrtsstaates steht ebenso zur Disposition wie Entwicklungsstrategien und die Souveränität der Nationalstaaten.

Die Auswirkungen globaler Transformationsprozesse auf Umwelt, Geschlechterverhältnisse sowie auf den Alltag bleiben in gängigen Globalisierungsananalysen und in der öffentllichen Diskussion allerdings weitgehend ausgeblendet.

Diese Auswirkungen stehen im Mittelpunkt einer Konferenz, die die "Forschungsgruppe Globalisierung, Nachhaltigkeit und Gender" der FU unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Young und Prof. Dr. Elmar Altvater in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung am 5. und 6. November 1999 in Berlin durchführt.

In international zusammengesetzten Arbeitsgruppen wird darüber diskutiert, wie Geschlechterverhältnisse ökonomische Prozesse beeinflussen, wie "neue" Formen der Geschlechterdiskriminierung durch die Verbreitung flexibler Arbeitsstrukturen Frauen – und zunehmend auch Männer – in die Gruppe der "working poor" abdrängen und wie Globalisierungsprozesse neue geschlechtsspezifische Ausdifferenzierungen nach ethnischer, nationaler, und staatsbürgerlicher Zugehörigkeit produzieren.

Ein Ziel der Konferenz ist es darüber hinaus, die Kluft zwischen theoretischen Analysen und dem politisch Möglichen zu schließen, indem sie Frauen und Männer aus Praxis und Politik mit Wissenschaftler/innen ins Gespräch bringt, um gemeinsam Handlungsstrategien und politische Alternativen zu entwickeln.

Paradoxien der Globalisierung aus feministischer Perspektive

  • 5. und 6. November 1999
  • UFA-Fabrik, Victoriastr. 13-18, Berlin-Tempelhof

Anmeldung für Teilnehmende im Tagungsbüro der Heinrich-Böll-Stiftung:

Weitere Informationen

Prof. Dr. Brigitte Young, E-Mail: byoung@zedat.fu-berlin.de, Tel.: (030) 838-4963

Prof. Dr. Elmar Altvater, E-Mail: altvater@zedat.fu-berlin.de, Tel.: (030) 838-4963

Das Programm ist in der Pressestelle erhältlich und kann auf Wunsch zugefaxt oder per E-Mail versendet werden.