Peking University

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Bereits 1981 wurde ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Freien Universität und der Peking University geschlossen. Dieser Vertrag war das erste deutsch-chinesische Hochschulabkommen überhaupt, das zu zahlreichen Kooperationen in Forschung und Lehre in der Folgezeit führte. Aus Anlass des 30jährigen Jubiläums der Partnerschaft wurde 2011 der Vertrag erneuert und die Kooperation zu einer strategischen Partnerschaft ausgeweitet. Im darauf folgenden Jahr erfolgte ein Addendum zum Partnerschaftsvertrag, mit dem die Zahl der Austauschplätze für Studierende auf 10 pro Jahr erhöht wurde.

Zu den tragenden Säulen der Partnerschaft mit der Peking University gehört das gemeinsam mit der Humboldt Universität getragene und vom DAAD geförderte Zentrum für Deutschlandstudien in Peking, das 2005 gegründet wurde. Dieses interdisziplinäre Zentrum bietet u.a. eine kooperative Masterausbildung in den Sozial- und Geisteswissenschaften für chinesische Studierende in Zusammenarbeit mit den beiden Berliner Universitäten an.

Als zweite tragende Säule der Partnerschaft wurde 2006 das Konfuzius-Institut an der Freien Universität gegründet, das erste seiner Art in Deutschland. Im Mittelpunkt der Institutsarbeit steht neben einem umfangreichen Kultur- und Sprachprogramm u.a. die Weiterbildung von Chinesisch-Lehrern sowie die Entwicklung von Lehrmaterialien. Die Betreuung der Konfuzius-Institute ist auf chinesischer Seite an der Peking University angesiedelt.

Bereits seit Beginn der Partnerschaft 1981 gibt eine von beiden Hochschulen finanzierte Institutspartnerschaft in der Germanistik, durch die jedes Jahr Wissenschaftler/innen der Freien Universität für mehrmonatige Lehraufenthalte nach Peking gehen und umgekehrt jedes Jahr Wissenschaftler/innen der Peking University für Forschungsaufenthalte nach Berlin kommen.

Im Aufbau befindet sich die im Exzellenzwettbewerb 2012 erfolgreiche Graduate School of East Asian Studies, deren Profil vor allem sozialwissenschaftlich und historisch ausgerichtet ist. Dieses Doktorandenprogramm wird in China ebenfalls vor allem mit den entsprechenden Fachbereichen der Peking University kooperieren.

Im Oktober 2014 bewilligte das BMBF Mittel für das Chinesisch-Deutsche Wissenschaftsforum für  Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Das Forum richtet sich an erfahrene Wissenschaftler, die während eines viermonatigen Aufenthalts in Peking im Rahmen des Generalthemas „Transnationale Interaktionen und die Ordnung und Steuerung gesellschaftlicher Prozesse im Zeitalter der Globalisierung“ eigene Forschungsgebiete zusammen mit chinesischen Partnern bearbeiten möchten.

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft bietet die Peking University Absolventen der Freien Universität zwei Freiplätze mit Vollstipendium für ein einjähriges Masterstudium an der Yenching Academy an.

Fachliche Kooperationen

Über diese institutionellen Verschränkungen hinaus gibt es eine Vielzahl von Kooperationen auf Institutsebene und von einzelnen Forschern. Neben den Verbindungen in der Sinologie und Germanistik, die besonders eng sind, gilt dies auch für die Bereiche Internationale Politik, Jura, Mathematik und Kunstgeschichte. Für den 2013 neu eingerichteten China-Europe Executive Master in Business Marketing am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften ist die zur Peking University gehörende Guanghua School of Management einer der zentralen Partner in Asien.

Um die Entwicklung der Zusammenarbeitzwischen den beiden Universitäten weiter zu beschleunigen, werden im Rahmen der strategischen Partnerschaft seit 2012 jährlich Projekte mit Entwicklungspotenzial im Rahmen einer kompetitiven Ausschreibung gefördert. Weitere Informationen zu dieser Seed-Funding-Ausschreibung finden Sie hier.

Bislang gefördert wurden (Auswahl):

Fach Professor Projekt
Wirtschaftswissenschaften Prof. Kleinaltenkamp Entwicklung des Excecutive MBM
Kunstgeschichte Prof. Lee-Kalisch Workshop „Exchange in the Arts of China and Europe“
Politikwissenschaft Dr. Stumbaum Workshop „Asian Views of the European Union“
Sinologie Prof.  Mühlhahn Bilateraler Doktorandenworkshop „The Formation of Modern Knowledge Systems in 20th Century China“
Rechtswissenschaft Prof. Säcker/Prof. Schubert Workshop-Reihe zu rechtsvergleichenden Themen
Germanistik/Sinologie Prof. Kolesch/Prof. Leutner Workshop-Reihe Gender Studies
Religionswissenschaft Prof. Renger Workshop „Antike(rezeption) in Ostasien“

 

Koordinatorin der Partnerschaft:

Akademischer Champion:

  • Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, Sinologie