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Zwischen alten und neuen Bücherregalen

Gabriele Ellendt, Leiterin der Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

01.09.2011

Blick zurück und nach vorn: Gabriele Ellendt, Leiterin der Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, feiert im September 40-jähriges Dienstjubiläum.
Blick zurück und nach vorn: Gabriele Ellendt, Leiterin der Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, feiert im September 40-jähriges Dienstjubiläum. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Lichtdurchflutet und bücherbestanden: Die Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft wurde 1984 eröffnet. Sie schließt im Frühjahr 2012 während der Sanierung.
Lichtdurchflutet und bücherbestanden: Die Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft wurde 1984 eröffnet. Sie schließt im Frühjahr 2012 während der Sanierung. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Auf 40 Dienstjahre blickt Gabriele Ellendt zurück – eine lange Zeit, eintönig war sie jedoch nie: Die Berlinerin hat seit ihrem Wechsel an die Freie Universität vieles miterlebt: vom Bau der Erziehungswissenschaftlichen Bibliothek über die Erweiterung der Bestände um sieben neue, bisher eigenständige Bibliotheken, bis hin zur Planung einer gemeinsamen Bibliothek für die Kleinen Fächer des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften und die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer mit dem sprechenden Namen „24 in 1“.

„Ich habe mich damals für die Freie Universität entschieden, weil hier gerade gebaut wurde und ich das sehr interessant fand“, erzählt Gabriele Ellendt. Als sie 1980 von der Pädagogischen Hochschule an die Freie Universität kam, befand sich das Gebäude der Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft (EWI) noch im Bau. „1979 haben wir die erste Bauplanung gemacht. 1984 wurde das Gebäude schließlich eröffnet.“

Stetiger Zuwachs

Den Nutzern standen damals rund 300.000 Bücher und Zeitschriften mit 200 Leseplätzen zur Verfügung. Im Laufe der Zeit ist der Bestand, der überwiegend in Freihand aufgestellt ist, auf über 400.000 Bände gewachsen und die Zahl der Leseplätze auf 260. Nach und nach nahm die Bereichsbibliothek die Bibliotheken der Psychologie, Japanologie, Sinologie, Evangelischen Theologie, Religionswissenschaft und Koreastudien in ihrem Gebäude auf sowie die Bestände der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung.

Anfang kommenden Jahres wird der Bau der neuen Bibliothek „24 in 1“  beginnen. Nach ihrer für 2014 geplanten Fertigstellung wird sie mit der jetzigen EWI-Bibliothek eine gemeinsame große Einrichtung mit 1,1 Millionen Bänden und rund 900 Leseplätzen bilden. „Sie wird sehr schön werden. Ich freue mich darauf. Dann bin ich schon über 70, aber ich hoffe, dass ich das noch erlebe“, sagt Ellendt.

Veränderungen und Konstanten

Die alte EWI-Bibliothek ist ihr ans Herz gewachsen: „Es ist ein sehr flexibler Bau, in dem man viel verändern kann“, erzählt Ellendt. „In den 27 Jahren haben wir öfter Regale und Leseplätze umgestellt, wenn ein Buchbestand stark wuchs.“ Auch die Besucher der Bibliothek haben sich verändert. Vor der Eröffnung der Philologischen Bibliothek – und als in der Dahlemer Arnimallee noch die medizinische Vorklinik untergebracht war – erfreute sich die EWI auch großer Beliebtheit bei Medizinstudenten. „Ganze Generationen von Medizinern haben hier gelernt“, sagt Ellendt. „Mit der Zeit kennt man ja die Gesichter der Studierenden, die regelmäßig herkommen.“ Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek haben die Bibliotheksleiterin lange begleitet, einige sogar seit der Eröffnung. „Ich habe sehr gern mit ihnen zusammen gearbeitet. Es war eine gute Zeit.“

Pläne für die Zukunft

Ihr Jubiläumsjahr ist auch gleichzeitig ihr Abschiedsjahr, denn Ende September geht Gabriele Ellendt in den Ruhestand. „Ein wenig traurig ist es, dass ich den großen Neubau nicht direkt erleben werde“, sagt Ellendt. „Aber ich bin bis zum Schluss in die Vorbereitungen eingebunden worden. Es war sehr schön, und ich habe viel dabei gelernt.“ Mit ihrem in vielen Jahren erworbenen Fachwissen will sie der Projektkoordination „24 in 1“ weiterhin zur Verfügung stehen. Pläne für die freie Zeit hat sie auch schon: „Die Freie Universität bietet ein sehr gutes Gasthörerangebot. Davon werde ich reichlich Gebrauch machen.“