Freie Universität Berlin


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„Viele Wege führen nach Berlin“

Doreén Pick ist Juniorprofessorin für Business-Marketing am Marketing-Department der Freien Universität

05.02.2010

„Das war eine meiner besten Entscheidungen“, sagt Doreén Pick über ihre Rufannahme an der Freien Universität.
„Das war eine meiner besten Entscheidungen“, sagt Doreén Pick über ihre Rufannahme an der Freien Universität. Bildquelle: Eva Hundemer

Theorie und Praxis, Denken und Anwenden – für Doreén Pick ist und war schon immer beides wichtig. Ihre Vita zeigt: Viele Wege und Erfahrungen führen zum Ziel.

Die Zutaten für eine erfolgreiche Lehre sind: eine große Bandbreite an Wissen zu vermitteln, zu Praktika und Auslandsaufenthalten anzuregen und viel zu lesen, um immer wieder neues Wissen zu erlangen – das ist Doreén Picks Rezept. „Stets den Horizont zu erweitern, ist von großer Bedeutung. Das Studium ist dafür die beste Zeit“, sagt die Juniorprofessorin für Marketing. Und sie spricht aus Erfahrung. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung als Bankkauffrau. Von Halle führte sie ihr Weg zunächst tief in den Südwesten des Landes, nach Ludwigshafen in Rheinlandpfalz. „Das war schon eine Umstellung, ich wurde aber herzlich aufgenommen.“ Schnell wusste die damals 19-Jährige, was sie will. „Mir war schnell klar, dass ich im Marketing-Bereich arbeiten möchte. Neben der praktischen Ausbildung in der Bank wollte ich mich aber auch weiterbilden.“ Immer habe sie beides miteinander verbinden wollen, Theorie und Praxis. Stillstand oder Routine kamen nicht in Frage. Deshalb arbeitete sie auch weiterhin neben ihrem Betriebswirtschaftsstudium in einer Bank. Danach bei Karstadt als Trainee in Konstanz, Essen und Berlin. „Mein Herz schlug aber schon immer für das Wissenschaftliche – Theorien und Modelle begeisterten mich.“

Aus sich herauszugehen, ist wichtig

Mit ihrer Promotion begann die 35-Jährige im Jahr 2004. Es folgten Forschungsaufenthalte in den USA. Nachdem sie für die Deutsche Bahn in der Bahnforschungsstelle Münster und als Unternehmensberaterin gearbeitet hatte, kam der Ruf an die Freie Universität: Im Mai vergangenen Jahres ist sie ihm gefolgt. „Das war eine meiner besten Entscheidungen“, sagt Doreén Pick. Ihre Erfahrungen aus der Praxis und ihren verschiedenen Jobs mit in die Lehre zu bringen, macht ihr Spaß. „An der Freien Universität werden die Studierenden persönlich und individuell betreut, das ist mir sehr wichtig.“ Sie gibt ihnen den Rat, den eigenen Interessen zu folgen und genau darauf hinzuarbeiten. „Es geht im Marketing nicht darum, irgendwelchen Trends hinterherzulaufen, sondern zu erkennen, worin man gut ist.“

Alles ist machbar

Zum Ausgleich und zur Erholung schnappt sich die Juniorprofessorin gerne ihren Rucksack und reist durch Asien, Europa oder die USA. „Es ist alles irgendwie machbar“, sagt Doreén Pick abschließend. Das scheint auch ihr Lebensmotto zu sein.