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Das Projekt "MINToring" am Fachbereich Physik soll Schülerinnen den Einstieg ins Studium erleichtern

28.03.2014

Physikstudentin Viola Zänker (l.) und Schülerin Sarah Schulze trafen sich zum MINToring im Physiklabor.
Physikstudentin Viola Zänker (l.) und Schülerin Sarah Schulze trafen sich zum MINToring im Physiklabor. Bildquelle: Thomas Rostek
Dem Seebeck-Effekt auf der Spur. In einem Glas ist eiskaltes, im anderen kochend heißes Wasser. Der Temperaturunterschied erzeugt elektrische Spannung.
Dem Seebeck-Effekt auf der Spur. In einem Glas ist eiskaltes, im anderen kochend heißes Wasser. Der Temperaturunterschied erzeugt elektrische Spannung. Bildquelle: Thomas Rostek

Die Welt der Physik gilt als eine Welt der Männer. Von den 195 bisher verliehenen Nobelpreisen für Physik gingen nur zwei an Frauen. Bundesweit waren weniger als ein Drittel der Physik-Studierenden im Jahr 2012 weiblich. Da kann der Blick in die Hörsäle für physikinteressierte Schülerinnen durchaus abschreckend wirken. Hier setzt das „MINToring“-Programm des Fachbereichs Physik an: Studentinnen der Freien Universität stehen Schülerinnen, die sich für ein naturwissenschaftliches Studium interessieren, mit Rat und Tat zur Seite und erleichtern ihnen so den Einstieg ins Studium.

Freitagmittag im Trakt drei des Fachbereichs Physik der Freien Universität Berlin. Im großen Hörsaal findet die Vorlesung „Theoretische Physik I“ statt. Heute geht es um allgemeine Relativitätstheorie. Unter die Studierenden haben sich drei Gäste gemischt: Larissa, Meike und Sarah werden bald ihr Abitur machen und interessieren sich für Naturwissenschaften.

Deshalb wollten sie einfach mal „hineinschnuppern“ in das Physikstudium, um zu sehen, was sie so zu erwarten haben und was da so im Studium auf sie zukommt. Dabei begleitet sie Elena Prey. Die studentische Mitarbeiterin im MINToring-Projekt des Fachbereichs Physik studiert selbst im Masterstudiengang Physik auf Lehramt und kann so aus erster Hand Erfahrungen und Tipps an die physikaffinen Mädchen weitergeben.

Beim „Tag an der Uni“ begleitet Elena Prey die Schülerinnen in Vorlesungen. Das soll Larissa, Meike und Sarah dabei helfen, den Einstieg in ein Studium der sogenannten „MINT“-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu finden. Die Studentinnen besuchen zudem Berliner Schulen und geben hier Einblicke ins Studium. Zusätzlich beantworten sie Fragen der Schülerinnen in einer „Skype-Sprechstunde“.

Beraten und Begleiten

Auch die 16-jährige Sarah Schulze ist mithilfe des MINToring-Programms der Physik näher gekommen. Für ihren Mittleren Schulabschluss hat sie im Physikunterricht eine Präsentation zum Thema „Thermoelektrik“ vorbereitet. Um optimal in das Thema einzusteigen, hat Viola Zänker, Lehramtsstudentin im Fach Physik, mit der Schülerin ein Experiment ausgetüftelt, bei dem aus Theorie anschauliche Praxis wird.

Durch die Zusammenarbeit helfen sich die beiden gegenseitig: Die Schülerin erhält Einblick in die Welt des Physikstudiums und bekommt hilfreiche Tipps für ihr Schulprojekt. Die angehende Lehrerin übt sich in einem lockeren Rahmen im Unterrichten und Erklären. Dabei ergeben sich immer neue Berührungspunkte zwischen Wissenschaft und Schulalltag, die zur beruflichen Entwicklung der Beteiligten beitragen.

Für Sarah Schulze steht fest, dass sie Physik definitiv als Leistungskurs im Abitur wählen wird. Nach ihrem akademischen Schnuppertag fühlen sich auch die anderen die Schülerinnen in ihrem Interesse für die Naturwissenschaften gestärkt. Für sie ist klar, dass ein naturwissenschaftliches Studium das Richtige für sie ist.

Weitere Informationen

Das MINToring-Projekt besteht am Fachbereich Physik und seit 2014 auch am Fachbereich Mathematik und Informatik. Schülerinnen oder Lehrkräfte an Berliner Schulen, die eine Informationsveranstaltung organisieren oder sich über die Angebote informieren möchten, finden weitere Informationen und Ansprechpartner auf der Projekthomepage.