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Berufspläne und Zukunftsträume

Das Mentoring-Programm DREAM der Dahlem Research School bereitet Doktorandinnen auf den Berufseinstieg vor / Am 25. Oktober startet der dritte Jahrgang

23.10.2013

Vor der Dahlem Research School
Vor der Dahlem Research School Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Jula Pötter ist Programmkoordinatorin für DREAM bei der DRS
Jula Pötter ist Programmkoordinatorin für DREAM bei der DRS Bildquelle: Privat

In der Wissenschaft bleiben, in die Wirtschaft wechseln oder eine andere Arbeit außerhalb der Universität suchen? Das Mentoring-Programm DREAM (kurz für: Dahlem Research Mentoring) der Dahlem Research School will Doktorandinnen den Weg in den Beruf ebnen und Einblicke in potenzielle Arbeitsfelder bieten. Dafür bekommen sie handfeste Unterstützung von berufserfahrenen Mentorinnen und Mentoren, zum Großteil Alumni der Freien Universität Berlin. Das einzige fächerübergreifende Mentoring-Programm speziell für Doktorandinnen startete 2011, diese Woche wird der dritte Jahrgang begrüßt. Ein Gespräch mit Jula Pötter, Programmkoordinatorin an der Dahlem Research School.

DREAM ist ein Mentoring-Programm ausschließlich für Doktorandinnen. Brauchen Nachwuchswissenschaftlerinnen eine besondere Förderung?

Nach wie vor ist vor allem in den Natur- und Lebenswissenschaften, aber auch in anderen Bereichen, der Anteil von Frauen in Führungspositionen vergleichsweise gering. Mentoring ist eine Form der Unterstützung, die durch die Lektüre von Ratgebern nicht ersetzt werden kann. Viele Mentees sagen uns, dass sie es als großen Luxus empfinden, beim Übergang in den Beruf ein Jahr lang von einer erfahrenen Person begleitet zu werden. Die Mentorinnen und Mentoren geben ehrliches Feedback und vermitteln Kontakte, sie lassen hinter die Kulissen schauen und teilen ihr Erfahrungswissen – etwa zu informellen Spielregeln ihrer Branche. Durch die regelmäßigen persönlichen Gespräche entsteht im Idealfall ein Vertrauensverhältnis, in dessen Rahmen man auch heiklere Themen offen besprechen kann. Manche Bewerberinnen wünschen sich explizit eine Mentorin, weil sie mit einer berufs- und leitungserfahrenen Frau auch Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutieren möchten.

Auch der Austausch der Mentees untereinander ist ein wichtiger Bestandteil unseres Programms. Die Doktorandinnen treffen sich zu Vernetzungsabenden, sie besuchen gemeinsam Seminare zur Verbesserung ihrer rhetorischen Fähigkeiten, zu Präsentationstechniken oder zur Potenzialanalyse. Viele wären in ihrem Promotionsalltag gar nicht miteinander in Kontakt gekommen, weil sie in ganz unterschiedlichen Fächern promovieren.

Sind die Fachkulturen und Karrierewege in den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften nicht zu unterschiedlich, um voneinander lernen zu können?

Nein, gerade das macht den Austausch unter den Mentees spannend. Und trotz aller fachlichen Unterschiede haben alle Teilnehmerinnen ja auch etwas gemeinsam: Die Unsicherheit, wie es nach der Promotion weitergeht. Das Gefühl, mit den eigenen Zukunftssorgen nicht allein zu sein, kann sehr ermutigend sein.

Inzwischen ist im Programm das Verhältnis zwischen den verschiedenen Fächergruppen ausgeglichen: Am Anfang hat die Zahl der Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen überwogen. In diesem Jahr gibt es erstmals genauso viele Teilnehmerinnen aus den Natur- und Lebenswissenschaften.

Im Oktober startet der dritte Jahrgang. Was sind Ihre Erfahrungen? Hat sich an DREAM etwas geändert?

In die Gestaltung des Rahmenprogramms sind inzwischen viele Ideen der Mentees eingeflossen. Auch die Bandbreite bei der Gestaltung der Mentoring-Partnerschaften ist überraschend groß. Einige Tandems vereinbaren sogenannte Job-Shadowing, das heißt beispielsweise , dass eine Mentee ihren Mentor zwei Tage lang bei seiner Tätigkeit begleitet. Andere Mentoren nehmen ihre Mentee auf Konferenzen oder zu Arbeitssitzungen mit. Ein Highlight des letzten Jahres geht auf die Initiative eines Mentors zurück: Heinz Stahlhut, Leiter der Sammlung Bildende Kunst der Berlinischen Galerie, hat alle Mentees und Mentorinnen zu einer Führung durch die Berlinische Galerie eingeladen. Das Programm lebt und wächst durch solche Ideen und das große Engagement der Mentees und der Mentorinnen und Mentoren.

Weitere Informationen

Feierliche Abschluss- und Auftaktveranstaltung

Verabschiedung der Mentees, Mentorinnen und Mentoren des Jahrgangs 2012 und Zusammenführung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs 2013:

  • Freitag, den 25. Oktober 2013 von 10:30 bis 12:00 Uhr
  • Freie Universität Berlin, Campus Düppel, Haus 9: Weiterbildungszentrum „Veterinarium Progressum“, Oerztenweg 19b, 14163 Berlin

Anmeldung bis zum 23.10.2013 an: mentoring@drs.fu-berlin.de

Programm:

Grußworte

Prof. Dr. Michael Bongardt ׀ Vizepräsident Freie Universität Berlin

Dr. Martina van de Sand ׀ Geschäftsführende Direktorin Dahlem Research School

Gespräch

Dr. Hildegard Matthies ׀ Projektleiterin Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Zuzanna Jakubowksi ׀ Mentee des Jahrgangs 2012

Raik-Michael Meinshausen ׀ Mentor der Jahrgänge 2011 und 2013

Bewerbungen für DREAM (Jahrgang 2014) sind ab nächstem Frühjahr möglich. Bewerben können sich fortgeschrittene Doktorandinnen der DRS-Promotionsprogramme. Weitere Informationen auf der Website der DRS.