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Sprungbrett für die Karriere

Nachwuchswissenschaftler gezielt fördern: Zwei neue Programme für internationale Postdoktoranden an der Freien Universität Berlin

20.03.2012

Die Engländerin Dr. Helen Fones ist Point-Fellow am Dahlem Centre of Plant Sciences der Freien Universität Berlin.
Die Engländerin Dr. Helen Fones ist Point-Fellow am Dahlem Centre of Plant Sciences der Freien Universität Berlin. Bildquelle: Marina Kosmalla
"Time and Self Management" lautete der Titel eines Workshops, den die PoInt- und COFUND-Fellows während der Orientierungswoche besuchten.
"Time and Self Management" lautete der Titel eines Workshops, den die PoInt- und COFUND-Fellows während der Orientierungswoche besuchten. Bildquelle: Marina Kosmalla

Im Rahmen einer Orientierungswoche wurden die ersten zwölf Postdoktoranden in den Förderprogrammen PoInt und COFUND an der Dahlem Research School (DRS) der Freien Universität begrüßt. Die Nachwuchswissenschaftler kommen aus acht Ländern und forschen zunächst für zwölf bis 15 Monate in ausgewählten Projekten der Freien Universität.

Seit kurzem ergänzt die DRS ihre Förderprogramme durch Angebote für Postdoktoranden. PoInt, kurz für Postdoc International, und das von der Europäischen Kommission unterstützte Programm COFUND (Co-funding of Regional, National and International Programmes) stehen Nachwuchswissenschaftlern aller Fachrichtungen aus dem Ausland offen, die mindestens vierjährige Forschungserfahrung haben. Insgesamt hatten sich 136 Nachwuchswissenschaftler für beide Programme beworben. In einem mehrstufigen Verfahren wurden die Teilnehmer von Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ausgewählt.

Einbinden in Forschungsnetzwerke

„Mit PoInt und COFUND möchten wir gezielt herausragende, internationale Nachwuchswissenschaftler an die Freie Universität holen, um so die Forschung in den Focus-Areas und den Exzellenzprogrammen zu stärken“, sagt Dian Michel, Leiterin des Postdoktorandenprogramms an der DRS. „Wir ermöglichen den Postdocs durch die Einbindung in Forschungsnetzwerke, schon frühzeitig wissenschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen. Begleitend bieten wir an der DRS ein Qualifizierungsprogramm an, das die Teilnehmer für eine Karriere an der Universität optimal vorbereiten soll.“

Exzellente wissenschaftliche Community

Für viele der Postdoktoranden ist die Freie Universität nicht die erste berufliche Station im Ausland. „Das Programm ist eine gute Möglichkeit zu sehen, wie in anderen Ländern gelernt, gelehrt und geforscht wird“, sagt Ying Du, die als COFUND-Fellow am Institut für Sinologie der Freien Universität tätig ist. 2007 wurde  die Kulturwissenschaftlerin an der Chinese Academy of Social Sciences promoviert; vergangenes Jahr war sie Gastdozentin am Department of East Asian Languages and Civilizations der Harvard University. Um Ying Du und den anderen Teilnehmern eine längerfristige Perspektive an der Freien Universität zu bieten, unterstützt die DRS sie von Anfang an bei der Bewerbung um eine anschließende Finanzierung ihrer Forschungsprojekte.

PoInt-Fellow Helen Fones ist seit einigen Wochen in Berlin und forscht für zwölf Monate an der Focus-Area Dahlem Centre of Plant Sciences. Die 28-jährige Engländerin freut sich, dass sie die Stelle als Postdoktorandin bekommen hat: „Ich bin sehr gerne hier. Die Freie Universität verfügt über eine exzellente wissenschaftliche Community, und das Programm ist ein gutes Sprungbrett für die weitere Forschung an der Freien Universität.“

Orientierung in der neuen Umgebung

Während der Orientierungswoche an der DRS kamen die PoInt- und COFUND-Fellows aus den unterschiedlichen Disziplinen erstmals alle zusammen. Mit Workshop und Exkursionen sollte ihnen der Einstieg in die neue Forschungsumgebung erleichtert werden. Die Rumänin Ioana Vultur war schon einmal als Studentin für vier Monate mit einem DAAD-Stipendium am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität. Als Postdoktorandin in der Focus-Area Dahlem Humanities Center hält sie die Orientierungswoche dennoch für eine gute Idee: „Durch die Veranstaltungen erhalten wir die Möglichkeit, andere Postdoktoranden kennenzulernen und uns über unsere Projekte und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem bekommen wir viele Informationen über die Freie Universität und die Forschung in Deutschland.“

Dian Michel von der DRS ist mit dem Start der beiden neuen Programme zufrieden: „Wir haben den Eindruck, dass die Postdocs sehr gut in den jeweiligen Focus-Areas und Exzellenzprogrammen aufgenommen wurden. Es liegen bereits einige Anträge zu Konferenzen und Projekttreffen vor, was zeigt, dass die Fellows engagiert in ihren Projekten arbeiten.“