Freie Universität Berlin


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Klimaschutz und Energiesparen zum Mitmachen

Dritte Schüleruniversität der Freien Universität beginnt heute

12.03.2010

Schülerinnen legten bei der zweiten Schüleruniversität Klima + Energie einen Schuhkarton mit verschiedenen Materialien aus, um anschließend zu messen, wie viel Wärme er verliert
Schülerinnen legten bei der zweiten Schüleruniversität Klima + Energie einen Schuhkarton mit verschiedenen Materialien aus, um anschließend zu messen, wie viel Wärme er verliert Bildquelle: Sabrina Wendling

Mit Ideenreichtum lernen und erproben Schüler bei der Schüleruni „schools@university – Klima + Energie“ intelligentes Energieverhalten und widmen sich Fragen wie: Wie kommt der Strom in die Steckdose? Wie kann ich zu Hause und in der Schule Energie sparen? Wie kann ich in meinem Alltag dazu beitragen, Klima und Umwelt zu schützen? Insgesamt 44 Veranstaltungen zum Mitmachen rund um die Themen Klimaschutz und Energie bieten Wissenschaftler, Energieexperten, Künstlerinnen und Theaterpädagogen vom 15. bis 19. März an der Freien Universität an.

Im Vordergrund der Schüleruniversität steht der Alltagsbezug für die Kinder. Berliner Schüler der 5. und 6. Klassen sollen für das Thema Energie begeistert werden und mit Spaß und Unterhaltung  intelligentes Energieverhalten erlernen. „Die Kinder sind mit großem Engagement dabei und entdecken, dass Klimaschutz Spaß machen und jeder seinen Beitrag dazu leisten kann“, sagt Projektkoordinatorin Annette Piening. Entwickelt wurde die Schüleruni von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität und der Berliner Energieagentur (BEA). Sie findet bereits zum dritten Mal an der Freien Universität statt. Gleich bei ihrer Premiere im März 2009 beteiligten sich rund 3000 Schüler. „Die Schüleruni ist auch deshalb so beliebt, weil Schüler oft zum ersten Mal Universitätsluft schnuppern können. Sie bekommen eine „Student Card“, können wie die Großen in der Mensa essen und werden in „Uni-Rituale“ eingeführt, wie dem Vorlesungsbeginn 15 Minuten nach der vollen Stunde. Oder dass am Ende einer Veranstaltung nicht applaudiert, sondern auf den Tisch geklopft wird“, sagt Annette Piening.

Trash it up – wie viel Kunst steckt im Müll?

Neu im Programm ist dieses Mal der täglich stattfindende Kunstworkshop „Trash it up“, in dem sich Schüler zusammen mit Künstlerinnen und Designerinnen mit den wachsenden Abfallbergen der Konsumgesellschaft auseinandersetzen. In der „kreativen Müll-Werkstatt“ werden aus Plastikschalen, Eierkartons und achtlos Weggeworfenem Skulpturen, die am letzten Veranstaltungstag der Schüleruni präsentiert werden. In Kooperation mit dem Berliner ATZE Musiktheater, Deutschlands größtem Theater- und Konzerthaus für Kinder, wird zudem ein Theaterworkshop angeboten, bei dem die Schüler in einem Rollenspiel wahlweise die Erde retten oder aufs Spiel setzen. Den Abschluss der Woche bildet die Filmvorführung der Naturdokumentation „Home“ von Yann Arthus Bertrand und eine anschließende Talk- und Spielshow, bei der die Schüler aktiv eingebunden werden. Zu Gast werden Umweltsenatorin Katrin Lompscher sowie junge Klimaschützer verschiedener Schulen sein.

Als „Projekt der Weltdekade“ ausgezeichnet

Die Schüleruniversität ist Teil des europäischen Netzwerks SAUCE (Schools at University for Climate and Energy) für Schüler- und Lehrerbildung zu Klimaschutz und Energie und wird durch das Programm „Intelligent Energy Europe“ für drei Jahre gefördert. 2009 wurde es von der deutschen Sektion der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als „offizielles Projekt der Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Anmeldungen für einzelne Workshops und die interaktiven Vorlesungen der Schüleruni „schools@university – Klima + Energie“ sind noch online möglich unter: www.schools-at-university.eu/berlin.