Spielend durch die Finanzkrise

Beim Funpreneur-Wettbewerb 2009 der Freien Universität wurden kreative und innovative studentische Geschäftsideen ausgezeichnet

25.06.2009

Sieger im funpreneur-Wettbewerb Sommersemester 2009: Das "Radvertisement"-Team
Sieger im funpreneur-Wettbewerb Sommersemester 2009: Das "Radvertisement"-Team Bildquelle: IHK, O.Elsner
Den zweiten Platz belegte das Team mit dem Projekt "Finanzquartett"
Den zweiten Platz belegte das Team mit dem Projekt "Finanzquartett" Bildquelle: IHK, O.Elsner
Platz 3 ging an das Team "Wiener Blut"
Platz 3 ging an das Team "Wiener Blut" Bildquelle: IHK, O.Elsner
Die Auszeichnung der Sieger im funpreneur-Wettbewerb stieß auf reges Interesse (1. Reihe, 2. von links: Peter Lange, Kanzler der Freien Universität)
Die Auszeichnung der Sieger im funpreneur-Wettbewerb stieß auf reges Interesse (1. Reihe, 2. von links: Peter Lange, Kanzler der Freien Universität) Bildquelle: IHK, O. Elsner

„Zocken wie die Manager!“ ist das Motto des neuen Finanzkrisenquartetts. Nach dem Vorbild der Autoquartett-Spiele aus Kindertagen werden hier statt Höchstgeschwindigkeit und PS-Zahl Verluste, Staatshilfen, Managergehälter, Aktienkursverfall oder die entlassenen Beschäftigten miteinander verglichen. Anstelle von Autos muss der Spieler seinen Mitspielern staatlich gerettete Banken und bankrotte Firmen abjagen.

Die Idee, spielerisch die aktuelle Finanzkrise besser zu verstehen, wurde vergangene Woche beim Funpreneur-Wettbewerb der Gründungsförderung „profund“ der Freien Universität mit einem Preisgeld von 800 Euro ausgezeichnet. „Radvertisement“, „Finanzkrisenquartett“ und „Wiener Blut“ heißen die Gewinner-Projekte des Wettbewerbs aus dem Sommersemester 2009. Insgesamt haben sich 27 Teams mit 85 Teilnehmern und ihren studentischen Geschäftsideen an dem Wettbewerb beteiligt. Im Ludwig-Erhard-Haus der Industrie- und Handelskammer zu Berlin stellten vergangene Woche die besten zehn Teams ihre Projekte vor großem Publikum vor.

Als Sieger und mit einem Preisgeld von 1.200 Euro ging das Team Radvertisement aus dem Wettbewerb hervor. Das Team bewarb seine Erfindung mit dem Slogan: „Mit dem Programm für das Programm werben“. Radvertisement entwickelt für Radiosender kundenspezifische Promotion-Artikel und Konzepte auf der Basis von Ein-Frequenz-Radios.

Qualitativ hochwertige Operettenprogramme zu einem Pauschalpreis an Seniorenheime zu verkaufen – das ist die Idee der Wiener Blut GbR, die den dritten Platz und damit 500 Euro gewann.

Im Rahmen des Funpreneur-Wettbewerbs können Studierende üben, unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Mit fünf Euro Startkapital in einer Praxisphase von fünf Wochen versuchen die Funpreneure ein Studenten-Unternehmen zu gründen, real am Markt umzusetzen und für dessen Produkte oder Dienstleitungen Kunden zu finden. Der Wettbewerb wird von „profund“, der Gründungsförderung der Freien Universität, veranstaltet und ist Teil des berufsqualifizierenden Studienangebots. Die Preisgelder wurden dieses Semester von der Berliner Bank zur Verfügung gestellt.