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In der Zentralen Leitwarte der Freien Universität wird der technische Betrieb rund um die Uhr überwacht

07.01.2010

Die Zentrale Leitwarte ist Tag und Nacht unter der Nummer 55555 erreichbar.
Die Zentrale Leitwarte ist Tag und Nacht unter der Nummer 55555 erreichbar. Bildquelle: Tomasz Kurianowicz

Hier laufen alle Fäden zusammen: Wenn es brennt oder tropft, wenn ein Einbruch oder ein Stromausfall gemeldet wird. Die Mitarbeiter der Zentralen Leitwarte sind unter der Rufnummer 838-55555 zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar und haben ein waches Auge auf den technischen Betrieb an der Freien Universität. Campus.leben-Mitarbeiter Tomasz Kurianowicz hat sich auf einen Rundgang durch das technische Herz der Universität gemacht.

Das Telefon klingelt: Diesmal ist es eine Mitarbeiterin aus der Kindertagesstätte der Freien Universität, sie sucht Hilfe bei der Zentralen Leitwarte. Es regnet in Strömen, im Keller des Gebäudes, in der die Kita untergebracht ist, stehe das Wasser.  Der Kollege aus der Zentralen Leitwarte bittet, Ruhe zu bewahren – und kümmert sich um den Rest: Er nimmt den Vorfall auf und schickt prompt einen Handwerker vorbei, der die Situation unter Kontrolle bekommt.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 356 Tage im Jahr: Die Zentrale Leitwarte ist zu jeder Tages- und Nachtzeit personell besetzt und fungiert als wichtigste Anlaufstelle für Störungen aller Art. Unter der Rufnummer 838-55555 können Mitarbeiter der Freien Universität die Leitwarte bei technischen Unregelmäßigkeiten jederzeit erreichen.

Von der kaputten Glühbirne bis zum Brand im Chemielabor

„Wasser, Strom, Luft“ – bringt ein Mitarbeiter aus der Technischen Abteilung die Kernkompetenzen des Technikzentrums auf den Punkt und verweist auf die verschiedenen Kontrollinstrumente, mit deren Hilfe dier technischen Abläufe beobachtet werden. Die Spannbreite der Aufgaben spiegelt sich in der Optik des Raumes, in dem zwei Mitarbeiter an einem breiten Schreibtisch sitzen und den Betrieb über Computer und elektronische Pulte kontrollieren: Hinten leuchten rote und grüne Dioden, die über die Stromversorgung Auskunft erteilen, rechts hängen drei Telefone an der Wand, die immer dann zu klingeln beginnen, wenn jemand in einem der 150 Fahrstühle, die sich auf dem Gelände der Freien Universität befinden, auf den Notrufknopf drückt. Außerdem kommen verschiedene Störungsmeldungen in der Zentralen Leitwarte an: Von der kaputten Glühlampe bis zum Brand im Chemielabor.

„Für viele Mitarbeiter ist der Anruf bei der Zentralen Leitwarte ein abstrakter Vorgang. Ein Anruf, und schon kommt Hilfe. Man muss sich aber bewusst machen, wie viele Fäden hier im Hintergrund zusammenlaufen“, sagt UIrich Mitschke, Elektroingenieur an der Freien Universität. Tatsächlich würde ohne die Zentrale Leitwarte die Universität buchstäblich stillstehen. Schon ohne den störungsfreien Betrieb der vielen Trafos, die sich überall auf dem Campus befinden und die Universität mit Strom versorgen, wäre Forschung undenkbar. Von hier aus wird der Strom an alle Institute und Gebäude weitergeleitet und von den Mitarbeitern der Leitwarte überwacht.

Für die Sicherheit der Mitarbeiter

Die Bedeutung der technischen Anlagen wird erst dann spür- und erfahrbar, wenn etwa eine der Schaltanlagen in den Instituten gewartet werden muss. In diesem Fall wird der Institutsbetrieb auf Notstromversorgung umgestellt, was bedeutet, dass nur unverzichtbare Anlagen wie Tiefkühlschränke oder Brutkammern versorgt werden können, um das Leben von Tieren oder laufende Forschungsergebnisse nicht zu gefährden. „Wir kümmern uns um die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Freien Universität. Dazu gehört auch die Wartung der Anlagen, weshalb wir auf Verständnis bei den Wissenschaftlern hoffen.“

Wenn aber wirklich etwas passiert, können sich die Mitarbeiter der Freien Universität auf die Zentrale Leitwarte verlassen. So wie jetzt, an einem Tag, an dem aus der Takustraße der Anruf kommt, dass die Lüftungsanlage im Raum mit den Tierkäfigen ausgefallen ist. „Ein Mitarbeiter ist unterwegs. Er kümmert sich um das Problem“, heißt es am anderen Ende der Leitung.