Freie Universität Berlin


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Keine Impfung gegen die Neue Grippe an der Freien Universität

Immunisierung gegen die saisonale Grippe noch bis Mittwoch, 4. November

02.11.2009

Regenwetter ist Erkältungswetter
Regenwetter ist Erkältungswetter Bildquelle: Freie Universität Berlin

Der Betriebsärztliche Dienst hat die saisonale Grippeimpf-Kampagne 2009/2010 so gut wie abgeschlossen. Das Präsidium bittet die Mitarbeiter, sich bezüglich der Immunisierung gegen das A/H1N1-Virus (Neue Grippe) an den Hausarzt zu wenden.

Die Zahl der am A/H1N1-Virus Infizierten ist weltweit gestiegen, die Krankheit verläuft aber in der Regel in Deutschland nach wie vor milde, und die Beschwerden sind wesentlich geringer als bei der saisonalen Grippe. Zwar kann eine Mutation des Virus prinzipiell zu einem schwereren Verlauf der Infektion führen, doch ist unklar, ob und wann diese Mutation eintritt.

Vor diesem Hintergrund sind Nutzen und Risiken einer Impfung abzuwägen, wobei als weitere Kriterien gegebenenfalls bestehende chronische Erkrankungen zu beachten sind, sagt Pharmazeutin Professorin Monika Schäfer-Korting, Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin: „Ein hohes beruflich bedingtes Infektionsrisiko besteht für die Beschäftigten der Freien Universität Berlin nicht, da sie nicht im medizinischen Bereich tätig sind. Daher bietet die Freie Universität Berlin keine spezielle Impfung für ihre Beschäftigten an, sondern verweist auf die von den Hausärzten angebotenen Impfungen, die für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei sein sollen.“

Meldung von Grippeerkrankungen an die dezentralen Pandemie-Beauftragten erwünscht

Die durch die dezentralen Pandemie-Beauftragten der Freien Universität gemeldeten allgemeinen Erkrankungszahlen zeigen derzeit keinen drastischen Anstieg der Krankmeldungen in den Fachbereichen und Zentraleinrichtungen. Zwar sind Mitarbeiter nicht verpflichtet, ihrem Dienstvorgesetzten mitzuteilen, woran sie erkrankt sind. Die Diagnose fällt unter die ärztliche Schweigepflicht. Wer seinen Vorgesetzten beziehungsweise den dezentralen Pandemie-Beauftragten über die H1N1-Infektion informiert, kann aber helfen, eine weitere Ausbreitung der Krankheit an der Arbeitsstelle zu verhindern und handelt somit verantwortlich. Mitarbeiter sollten auch den Verdacht auf eine Erkrankung melden, denn mancher kuriert sich zu Hause aus, ohne eine Infektion ärztlich bestätigen zu lassen.

Impfempfehlung des Betriebsärztlichen Dienstes

Dr. Bert Bornkessel, Leitender Betriebsarzt der Freien Universität: „Eine Immunisierung gegen die Neue Grippe A/H1N1 ist für Risikogruppen wie etwa bestimmte Berufsgruppen oder chronisch Kranke zu empfehlen. Bei Gesunden ist es eine individuelle Entscheidung - wobei zu bedenken ist, dass die Impfung nicht nur dazu dient, sich selbst zu schützen, sondern auch andere.“

Nach wie vor gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen, die einen guten und unkomplizierten Schutz vor der Ansteckung bieten: regelmäßiges Händewaschen 20 bis 30 Sekunden lang, die Vermeidung des Kontakts zwischen Händen und Gesicht (kein Berühren der Schleimhäute von Mund, Nase und Augen mit den Händen), in die Ellenbeuge Niesen/Husten.