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Produkte für Leute wie wir

Im Funpreneur-Wettbewerb von profund – der Gründungsförderung der Freien Universität gibt es Neues für junge Menschen

Praktische, leicht wieder abnehmbare Fahrradbeleuchtung wollen "Die Erleuchter" auf Berlins Radwegen etablieren. | Bildquelle: Die Erleuchter Der Online-Kalender für Fahrschüler ist eine flexible Software für die Internetgeneration. | Bildquelle: meet-m Partybecher, die das Kennenlernen erleichtern, will die Gruppe <i>spreadDish</i> vertreiben. | Bildquelle: SpreadDish Mit Klebefolien können Apple-Nutzer ihrem Gerät eine individuelle Optik verleihen. | Bildquelle: ProPira

30.11.2010

Mit fünf Euro sind sie dabei: Im Funpreneur-Wettbewerb setzen Studierende mit geringem Startkapital Geschäftsideen um, die vor allem ihresgleichen gefallen sollen.

Innovative Beleuchtung für Fahrräder, ein digitaler Fahrschulkalender, Getränkebecher zur Auflockerung von Privatpartys, Aufkleber für Apple-Produkte und eine Umkleidekabine, die den Käufer in eine andere Welt versetzt: Viele der 17 Teams, die im Wintersemester im Funpreneur-Wettbewerb von profund – der Gründungsförderung der Freien Universität Berlin angetreten sind, wollen besonders junge Leute als Kunden gewinnen. Einen Ideen-Workshop, Vertriebstraining und Kurse für Marketing und Recht haben die Unternehmer auf Zeit bereits hinter sich. Jetzt arbeiten sie mit Hochdruck und mit der Unterstützung eines Wirtschaftspaten daran, ihre Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen.

Die Erleuchter

„Wir machen sichtbar“ lautet das Motto von Dina Westerheide, André Holtkämper und Heiko Fleschen. Die drei Studierenden wollen mit ihrem Fahrradbeleuchtungs-Set Berlins dunkle Straßen sicherer machen. Ihre Mini-LED-Leuchten sind wasserdicht, langlebig und vor allem so klein, dass sie einfach in die Tasche gesteckt werden können. Das Team hat zwar nicht die Leuchten erfunden, dafür aber einen neuen Vertriebsweg erschlossen: Vor Universitäten bieten sie die schnelle Lösung direkt denjenigen an, die sich gerade auf ihr unbeleuchtetes Fahrrad schwingen wollen.

meet-m

Ein Leben ohne Internet? Für die meisten jungen Menschen undenkbar! Einkaufen, Filme schauen, Freunde kontaktieren – zahlreiche alltägliche Dinge finden mittlerweile in der digitalen Welt des Webs 2.0 statt. Das Team von meet-m überträgt die Gewohnheiten der Internetgeneration auf die Fahrschulorganisation. Wo bisher mit Stift und Papier mühevoll ein Fahrplan erstellt wurde, können sich die Fahrschüler nun unkompliziert in ein digitales Kalendersystem eintragen. In einem Allround-Service-Paket bieten Tizia Macia, Maximilian Stauss und Robert Wasenmüller eine Software an, die sowohl den Fahrschulen als auch der zumeist jungen Kundschaft größere Flexibilität ermöglicht.

SpreadDish

Ob Geburtstagsfeier, Wohnungseinweihung oder die obligatorische Erstsemesterparty – nicht immer kennt man alle Gäste, und der vielbesagte Funke will manchmal auch nicht überspringen. Hier setzen Frensis Fejziaj, Nicolai Seiffert, Dario Seipold und Jessyca Staedtler vom Team SpreadDish an. Sie vertreiben Partybecher, auf denen kleine Spiele integriert sind. So ist schnelles und lustiges Kennenlernen garantiert, ohne dass man zuvor zahlreiche Becher geleert haben muss.

ProPira

Büros, Cafés und Universitäten ohne MacBooks mit dem prägnanten weißen Apfel sind mittlerweile kaum vorstellbar. Vor allem in der Kreativszene setzen die meisten Kunden auf die Apple-Produkte, was optisch für ziemliche Langeweile sorgt. Louise Grühn, Sabine Hellwig und Adrian Otto vom Team ProPira machen diesem Einheitsbrei ein Ende und entwickeln individuelle Klebefolien für MacBooks und iPhones. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Folien ohne Rückstände wieder entfernt und somit beliebig ausgetauscht werden können. So steht der Abwechslung in Seminaren oder am Arbeitsplatz demnächst nichts mehr entgegen.

LRNR-innovations

Draußen bewegen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt und graue Wolken stehen am Himmel. Trotzdem planen manche schon den nächsten Sommerurlaub oder brauchen einfach nur ein passendes Outfit für den Trip ins Spaßbad. Während man sich bisher zum Anprobieren in triste Umkleidekabinen begeben musste, wird es mit der Idee von LRNR-innovations künftig schon bei der Anprobe warm ums Herz. Die vier Studenten Patrick Luzina, Jörg Naumann, Bengt Röger und Sascha Rusch entwickeln Raumerlebnisse für Umkleidekabinen, die an die ausgewählten Kleidungsstücke angepasst werden. Betritt man beispielsweise mit einem Bikini auf dem Bügel die Kabine, sollen Musik und Bilder automatisch für Strand-Feeling sorgen und die Kauflaune steigern.

Mitte Dezember wird Bilanz im Funpreneur-Wettbewerb gezogen: Aufgrund des Geschäftsberichts und der Präsentation der Teams auf der Abschlussveranstaltung entscheidet eine Jury darüber, wer die Preisgelder von insgesamt 2.500 Euro erhält.

Christoph Hameister

Weitere Informationen

Termine:

  • Dienstag, 21. Dezember 2010, von 18.00 bis 21.00 Uhr (Bekanntgabe der Gewinner um 20.30 Uhr)
  • Industrie- und Handelskammer Berlin, Ludwig-Ehrhard-Haus, Goldberger Saal, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
  • Anmeldung wird erbeten bei: britt.perlick@fu-berlin.de

 

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