Dritter Science Slam: Wissenschaft als Popkultur

Nachwuchswissenschaftler können am 16. November ihre Forschungsprojekte auf die Bühne bringen

08.11.2010

Das Publikum vergibt Punkte und wählt so den Sieger des Science Slam aus
Das Publikum vergibt Punkte und wählt so den Sieger des Science Slam aus Bildquelle: Patricia Thivissen
Maximilian Held stellt das Thema seiner Masterarbeit vor: die Idee einer progressiven Umsatzsteuer
Maximilian Held stellt das Thema seiner Masterarbeit vor: die Idee einer progressiven Umsatzsteuer Bildquelle: Julia Offe

Beim sogenannten Poetry Slam wird Dichtkunst zu Popkultur. Der Science Slam orientiert sich am Poetry Slam, bringt aber statt Dichtung Wissenschaft auf die Bühne. Am 16. November findet im Lido in Berlin-Kreuzberg der dritte Science Slam statt. Junge Forscher mit Show-Talent können sich noch anmelden.

Beim Science Slam haben Nachwuchswissenschaftler, Studierende und Doktoranden zehn Minuten Zeit, um ihr Forschungsprojekt kreativ und für die  Allgemeinheit verständlich vorzustellen: auf einer Bühne und vor Publikum. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Es darf „gepowerpointet“ und experimentiert werden, Filmausschnitte können gezeigt und Requisiten verwendet werden.

Wie beim Poetry Slam bestimmt die Jury – das Publikum – mit Punktetafeln, wen sie zum Sieger kürt. Entscheidend ist dafür nicht nur der wissenschaftliche Wert des Projektes, sondern vor allem dessen unterhaltsame und verständliche Darstellung. Als Siegertrophäe winken keine Stipendien oder Preise, sondern die Begeisterung des Publikums. Und der Blick über den Tellerrand hinaus – der eigene Blick und der der anderen.

„Mit dem Science Slam möchten wir Wissenschaftler ermutigen, ihre Arbeit auf anschauliche und leicht verständliche Art darzustellen und das Publikum dazu auffordern, sich mit Wissenschaft aktiv auseinanderzusetzen“, erklärt Julia Offe, promovierte Molekularbiologin und Organisatorin der Veranstaltung in Berlin.

Der Austragungsort des kreativen Wettstreits, der in Berlin zum dritten Mal stattfindet, ist das Lido, „Kreuzbergs Rock-Indie-Elektro-Pop Wohnzimmercouch“. Für den Science Slam am 16. November können sich Studierende und Wissenschaftler aller Fachrichtungen mit ihren Abschlussarbeiten oder Forschungsprojekten noch anmelden. Wer bei der Show um die „Wissenschaft in zehn Minuten“ dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Weitere Informationen

Zeit und Ort:

  • 16. November 2010, 20.30 Uhr
  • Lido, Cuvrystraße 7, 10997 Berlin-Kreuzberg

Weitere Informationen und Anmeldung: