Freie Universität Berlin


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In der Welt zu Hause

600 Wissenschaftler aus aller Welt bei der Eröffnung der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Freien Universität

10.06.2009

Die Alexander von Humboldt-Stiftung lud zur Eröffnung ihrer Jahrestagung an die Freie Universität ein
Die Alexander von Humboldt-Stiftung lud zur Eröffnung ihrer Jahrestagung an die Freie Universität ein Bildquelle: Wolfgang Reiher
Die chinesische Humboldt-Stipendiatin Yuan Li entwickelt an der Technischen Universität Berlin ein reformorientiertes Unterrichtsmodell für das Fach Deutsch als Fremdsprache in China
Die chinesische Humboldt-Stipendiatin Yuan Li entwickelt an der Technischen Universität Berlin ein reformorientiertes Unterrichtsmodell für das Fach Deutsch als Fremdsprache in China Bildquelle: Tomasz Kurianowicz
Balasundaram Subramanian, Professor für Germanistik, Philosophie und Politologie in Indien, betreut Forschungsprojekte zwischen der Freien Universität und der Universität in Neu Delhi
Balasundaram Subramanian, Professor für Germanistik, Philosophie und Politologie in Indien, betreut Forschungsprojekte zwischen der Freien Universität und der Universität in Neu Delhi Bildquelle: Tomasz Kurianowicz
600 Wissenschaftler aus 70 Ländern kamen zur Eröffnungsfeier in den Henry-Ford-Bau der Freien Universität
600 Wissenschaftler aus 70 Ländern kamen zur Eröffnungsfeier in den Henry-Ford-Bau der Freien Universität Bildquelle: Wolfgang Reiher
Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, begrüßte ehemalige und aktuelle Stipendiaten
Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, begrüßte ehemalige und aktuelle Stipendiaten Bildquelle: Wolfgang Reiher
Den Festvortrag hielt Professor Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Den Festvortrag hielt Professor Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Bildquelle: Wolfgang Reiher
Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, eröffnete die Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Freien Universität
Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, eröffnete die Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Freien Universität Bildquelle: Wolfgang Reiher

Farbenpracht, Stimmengewirr, verschiedene Sprachen und Musik – es war ein buntes Treiben an diesem Juni-Tag im Henry-Ford-Bau, in den die Alexander von Humboldt-Stiftung zur Eröffnung ihrer Jahrestagung insgesamt 600 Wissenschaftler aus aller Welt eingeladen hatte.

Ein indischer Literaturwissenschaftler debattiert angeregt mit einem amerikanischen Kollegen, ein togolesischer Ökologe durchmisst in seiner strahlend-blauen Tracht das Foyer, und eine chinesische Humboldt-Stipendiatin im angeregten Gespräch mit einer Kollegin. Es weht ein besonderer, ein kosmopolitischer Wind durch die Räume des Henry-Ford-Baus. Die Alexander von Humboldt-Stiftung, eine der renommiertesten Stiftungen in Deutschland, die sich für den interkulturellen Austausch zwischen deutschen und ausländischen Wissenschaftlern einsetzt, hat für die Eröffnung ihrer diesjährigen Jahrestagung die Freie Universität Berlin als Ort gewählt. Nicht ohne Grund: Die Freie Universität Berlin ist nach der Ludwig-Maximilians-Universität in München die zweitbeliebteste Universität bei Alexander von Humboldt-Stipendiaten. Das Ziel der Tagung: aktuelle und ehemalige Stipendiaten miteinander ins Gespräch zu bringen. Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, begrüßte die Teilnehmer des zweitägigen Treffens, bei dem auch ein Empfang bei Bundespräsident Horst Köhler in Schloss Bellevue auf dem Programm stand.

„Was für eine Veränderung!“

Professor Dieter Lenzen erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Geschichte der Freien Universität, die während des Kalten Krieges und der Teilung Deutschlands und Berlins auf internationale universitäre Netzwerke angewiesen war. Deshalb sei der Slogan der Humboldt-Stiftung „be part of a worldwide network“ auch ein Motto, das zur Freien Universität bestens passen würde. Der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, bedankte sich bei dem Gastgeber und wünschte auf dem eingeschlagenen Reform-Kurs weiterhin Erfolg: „Ich kenne den Henry-Ford-Bau noch aus meinem Studium in Berlin. Das war 1968. Ich kann nur sagen: Was für eine Veränderung!“. Den Festvortrag hielt Professor Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Prähistoriker. Auch er arbeitet in seinem Fach seit vielen Jahren eng mit der Alexander von Humboldt-Stiftung zusammen: Dank der Unterstützung der Stiftung, dank interdisziplinär und international vernetzter Kooperationen konnte Parzinger beispielsweise neue Methoden bei der Erkundung von altertümlichen Gräbern entwickeln. Nicht nur Archäologen, auch Geologen und Ingenieure sind an den Projekten beteiligt, bei denen mit Hilfe innovativer technischer Verfahren – etwa Lasertechnik und Satellitenfotografie – versteckte Gräber entdeckt und historisch kategorisiert werden können.

Gute Zusammenarbeit zwischen der Germanistik der Freien Universität und der Universität in Neu Delhi

Auch Balasundaram Subramanian war einst Humboldt-Stipendiat. Der Inder ist Germanist, Philosophie- und Politologie-Professor an der Universität in Neu Delhi. Mit einem Humboldt-Stipendium kam Subramanian zu Forschungsaufenthalten nach Deutschland, zuletzt 2007. Seitdem initiiert und betreut der inzwischen emeritierte Professor wissenschaftliche Projekte zwischen deutschen und indischen Universitäten. „Wir haben eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen der Germanistik der Freien Universität und der Universität in Neu Delhi, an der ich noch unterrichte“, sagte Subramanian nicht ohne Stolz, der neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ein Kinderheim in Indien betreut.