Freie Universität Berlin


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Glückwünsche für den ersten Studenten

Stanislaw Karol Kubicki, Gründungsstudent der Freien Universität Berlin mit der Matrikelnummer 1, wird an diesem Dienstag 90 Jahre alt

05.07.2016

Ein Münzwurf entschied im Jahr 1948 darüber, wer sich als Erster an der neu gegründeten Freien Universität einschreiben durfte. Das Geldstück fiel zugunsten von S. Karol Kubicki, damals 22 Jahre alt und angehender Medizinstudent – und seitdem „Matrikelnummer 1“. Heute, am 5. Juli, feiert der emeritierte Neurologie-Professor seinen 90. Geburtstag. Campus.leben gratuliert dem Alumnus, der seiner Universität sein ganzes Leben über verbunden geblieben ist, mit einer Bildergalerie.

Gemeinsam: Karol Kubicki mit seiner Ehefrau Petra. „Matrikelnummer 1“ lebt in seinem Elternhaus – in der Hufeisensiedlung des Bauhaus-Architekten Bruno Taut in Berlin-Britz. Hündin Fenja hält ihn jung.
Gemeinsam: Karol Kubicki mit seiner Ehefrau Petra. „Matrikelnummer 1“ lebt in seinem Elternhaus – in der Hufeisensiedlung des Bauhaus-Architekten Bruno Taut in Berlin-Britz. Hündin Fenja hält ihn jung. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Geschichte weitergeben: Karol Kubicki mit Studierenden der Freien Universität im Jahr 2010.
Geschichte weitergeben: Karol Kubicki mit Studierenden der Freien Universität im Jahr 2010. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Am 5. November 1948 immatrikulierte sich Karol Kubicki für Medizin und Archäologie an der neu gegründeten Freien Universität Berlin.
Am 5. November 1948 immatrikulierte sich Karol Kubicki für Medizin und Archäologie an der neu gegründeten Freien Universität Berlin. Bildquelle: Stephan Toepper
Haben Universitätsgeschichte geschrieben: Siegward Lönnendonker (l.), Gründer und Leiter des APO-Archivs der Freien Universität, und Karol Kubicki haben gemeinsam eine Buchreihe zur Wissenschaftsgeschichte der Hochschule veröffentlicht. (Foto: 2011)
Haben Universitätsgeschichte geschrieben: Siegward Lönnendonker (l.), Gründer und Leiter des APO-Archivs der Freien Universität, und Karol Kubicki haben gemeinsam eine Buchreihe zur Wissenschaftsgeschichte der Hochschule veröffentlicht. (Foto: 2011) Bildquelle: Bernd Wannenmacher
1948 setzte Karol Kubicki sein an der Universität Unter den Linden begonnenes Medizinstudium an der Freien Universität fort. Das Foto zeigt den jungen Studenten in jenem Jahr.
1948 setzte Karol Kubicki sein an der Universität Unter den Linden begonnenes Medizinstudium an der Freien Universität fort. Das Foto zeigt den jungen Studenten in jenem Jahr. Bildquelle: Freie Universität Berlin; Universitätsarchiv
Der Student mit der Matrikelnummer 1 bei der Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus nach Grundsanierung im Jahr 2007 mit dem damaligen Präsidenten der Freien Universität Dieter Lenzen.
Der Student mit der Matrikelnummer 1 bei der Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus nach Grundsanierung im Jahr 2007 mit dem damaligen Präsidenten der Freien Universität Dieter Lenzen. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Karol Kubicki mit seinem Freund, dem 2013 verstorbenen Helmut Coper (Foto: 2007). Beide hatten auf die „Matrikelnummer 1“ spekuliert. Ein Münzwurf entschied – Helmut Coper ging danach als „Matrikelnummer 2“ in die Geschichte der Hochschule ein.
Karol Kubicki mit seinem Freund, dem 2013 verstorbenen Helmut Coper (Foto: 2007). Beide hatten auf die „Matrikelnummer 1“ spekuliert. Ein Münzwurf entschied – Helmut Coper ging danach als „Matrikelnummer 2“ in die Geschichte der Hochschule ein. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Stanislaw Karol Kubicki ist der Sohn des 1943 von der Gestapo ermordeten Schriftstellers, Philosophen, Übersetzers und expressionistischen Malers Stanislaw Kubicki. Als „Matrikelnummer 1“ setzte er von 1948 an sein an der „Universität Unter den Linden“ begonnenes Medizinstudium an der frisch gegründeten Freien Universität fort. Er gehörte dem Gründungs­ausschuss der Universität an, die im Zuge der Proteste gegen die politisch motivierten Exmatrikulationen von drei studentischen Redakteuren der Zeitschrift „Colloquium“ an der „Lindenuniversität“ gegründet worden war. An der neuen Hochschule im amerikanischen Sektor der Stadt war Kubicki während der Gründungszeit verantwortlich für die „Quästur“, das Immatrikulationsbüro.

Nach dem Studium und seiner Promotion leitete der renommierte Schlafforscher von 1974 bis 1991 die Abteilung für Klinische Neurophysiologie im Klinikum Charlottenburg der Freien Universität. Bis heute ist Karol Kubicki der Freien Universität eng verbunden.

Wir gratulieren dem Jubilar und wünschen zu seinem Festtag alles Gute!