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Helfer im Literaturdschungel

Zur IGeLU-Konferenz 2013 kommen mehr als 400 Nutzer von Bibliotheks-Softwaresystemen an die Freie Universität

05.09.2013

Spezielle Softwaresysteme für Bibliotheken vereinfachen die Literatursuche.
Spezielle Softwaresysteme für Bibliotheken vereinfachen die Literatursuche. Bildquelle: David Ausserhofer
Jiří Kende ist Leiter der Universitätsbibliothek der Freien Universität. Er ist Vorsitzender der internationalen Anwendergruppe von „Ex Libris“-Produkten.
Jiří Kende ist Leiter der Universitätsbibliothek der Freien Universität. Er ist Vorsitzender der internationalen Anwendergruppe von „Ex Libris“-Produkten. Bildquelle: Mirko Lux
Damit ihre Benutzer angesichts des schier unendlichen Angebots das für sie Wichtige finden, verwenden Bibliotheken heute zahlreiche Softwaresysteme, die die Literatursuche und Bereitstellung von Büchern und Zeitschriften deutlich vereinfachen. Welche Systeme dazu erforderlich sind, weiß Jiří Kende. Der Leiter der Universitätsbibliothek der Freien Universität kennt sich mit den technischen Hintergründen von Bibliotheks-Software aus – als Vorsitzender der internationalen Anwendergruppe von „Ex Libris“-Produkten „IGeLU“ (International Group of Ex Libris Users) engagiert er sich dafür, dass die Firma „Ex Libris“ ihre Software stetig und im Sinne der Nutzer weiterentwickelt. Vom 8. bis 10. September findet die jährliche IGeLU-Konferenz an der Freien Universität statt.

Herr Kende, wer wird zur IGeLU-Konferenz nach Dahlem kommen?

Wir erwarten etwa 400 Teilnehmer aus über 30 Ländern und allen Kontinenten. Die Produkte der Firma „Ex Libris“ sind weltweit auch deshalb so stark verbreitet, weil das Unternehmen von Anfang an auf Unicode gesetzt hat (einen Zeichensatz, der mit allen Schriftkulturen kompatibel ist, Anm. d. Red.). Das wiederum liegt daran, dass „Ex Libris“ zu Beginn ein israelisches Unternehmen war. Das Besondere ist, dass es im Rahmen der langjährigen Kooperation mit der Firma einen über das in der Industrie sonst übliche Maß hinausgehenden Einfluss der Anwendergemeinde auf die Software-Entwicklung gibt. Das ist besonders wichtig, um die Bibliothekssysteme im Sinne der Bibliotheken und ihrer Endnutzer weiterzuentwickeln.

Welchem Zweck dienen die jährlichen Konferenzen?

Der Austausch zwischen den Nutzern dieser Bibliothekssysteme soll gefördert werden. Dabei können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kontakte knüpfen, ihre Erfahrungen bei der Programmanwendung, bei Problemlösungen und auch bei Eigenentwicklungen austauschen. Ein großer Vorteil ist, dass auch von der Firma „Ex Libris“ etwa 40 Mitarbeiter kommen. Das heißt, dass wir auf der Tagung in direktem Austausch mit den Entwicklern unsere Vorschläge und Wünsche erörtern und Lösungen für etwaige Probleme diskutieren können.

Worum wird es in diesem Jahr auf der Tagung gehen?

Beispielsweise um die Portalsoftware „Primo“, die zur Bereitstellung von unterschiedlichen Bibliotheksressourcen über einen homogen Einstieg dient („one stop shop“) und die von vielen Konferenzteilnehmern verwendet wird. Dann wird es um das Nachfolgesystem für die Bibliotheksverwaltungssoftware „Aleph“ gehen, das sich „Alma“ nennt. Das Interesse an diesem System ist sehr groß. Ebenfalls großes Interesse gibt es an weiteren Systemen von „Ex Libris“, die neben anderen auch von den Bibliotheken der Freien Universität eingesetzt werden, etwa das Linkingsystem „SFX“, das System zur Verwaltung von elektronischen Ressourcen „Verde“ oder die Digitale Bibliothek „MetaLib“.

Was ist im Moment das wichtigste Thema, das Bibliotheksleiter umtreibt?

Im Zusammenhang mit der Konferenz ist es sicherlich der Wunsch, unsere Dienstleistungen mithilfe der eingesetzten Systeme noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten und die Beschaffung von wissenschaftlichen Informationen für sie noch effizienter zu gestalten. Dabei erhoffen wir uns einiges von „Alma“, das konsequent auf die Bereitstellung von digitalen und E-Ressourcen ausgerichtet ist.

Die Fragen stellte Mirko Lux

Weitere Informationen

Die IGeLU-Konferenz im Internet.