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Die Wissenschaft und die Liebe

Veranstaltung am 19. Januar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften / Forscher der Freien Universität beschäftigen sich in Vorträgen und Lesungen mit allen Facetten der Liebe

18.01.2013

„Die Wissenschaft und die Liebe“ lautet das Thema des Salon Sophie Charlotte, zu dem die Berlin-Brandeburgische Akademie der Wissenschaften am 19. Januar lädt.
„Die Wissenschaft und die Liebe“ lautet das Thema des Salon Sophie Charlotte, zu dem die Berlin-Brandeburgische Akademie der Wissenschaften am 19. Januar lädt. Bildquelle: Fotolia.com / papa

Die rationale Wissenschaft und die unvernünftige Liebe scheinen gegensätzlich und doch war und ist Liebe nicht nur der Lieblingsgegenstand von Literatur, Theater oder Oper, sondern auch Thema wissenschaftlicher Forschung in vielen Disziplinen. Im Salon Sophie Charlotte, einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dreht sich in diesem Jahr alles um das Phänomen der Liebe. Akademiemitglieder und Gäste, darunter auch Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, beschäftigen sich mit diesem Gefühl in all seinen Facetten: vom Liebesbrief bis zum Liebestod, von Liebeskonzepten der Romantik bis zum Online-Sex. Außerdem stehen Lesungen, Konzerte und Speed-Dating mit Wissenschaftlern auf dem bunten Programm.

„Das Thema ‚Liebe’ beschäftigt nicht nur die Künste in allen Epochen, sondern seit jeher auch die Wissenschaften - die Philosophie und die Theologie ebenso wie die Medizin und die Biologie“, sagt Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin. „Der neue Salonabend an der Akademie verspricht facettenreiche Einblicke in ein unerschöpfliches Thema, in kleinen Diskussionsrunden und Performances, heiteren oder ernsten Formen. Ich freue mich darauf, als Gastgeber durch diesen Abend zu führen.“

In thematischen Vortrags- und Lesungsreihen wird jeweils unterschiedlichen Aspekten nachgegangen. Der Germanist Peter-André Alt führt durch das Thema „Was wissen wir schon von der Liebe...?“ und bringt dafür Historiker, Soziologen, Philosophen, Psychologen und Ethnologen zusammen, darunter auch die Ethnologin Birgitt Röttger-Rössler und den Psychologen Arthur Jacobs von der Freien Universität Berlin.

Das Begehren nach nackter Haut und Liebestod auf Japanisch

Auch in den anderen „Salons“ sind Wissenschaftler der Freien Universität Berlin vertreten. Die Neurowissenschaftler Stefan Koelsch und Corinna Pehrs werden über ihr Forschungsprojekt beim Cluster „Languages of Emotion“ sprechen und zeigen, wie Musik die Wahrnehmung von leidenschaftlichen Filmküssen verändert.

Das Begehren nach nackter Haut und die Evolution der Kunst sind Thema des Vortrags des Literaturwissenschaftlers und Akademiemitglieds Professor Winfried Menninghaus. Ebenfalls um nackte Haut geht es im Vortrag der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch: „Virile Halbakte – der nackte Mann auf der Leinwand“; Japanologin und Akademiemitglied Irmela Hijiya-Kirschnereit spricht über „Shinju – Liebestod auf Japanisch“.

Außerdem sorgen Musik, Performances und Lesungen bekannter und unbekannter Texte und Briefe – auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – dafür, dass es nicht bei einer rein akademischen Beschäftigung mit der Liebe bleibt. Liebesworte und –theorien aus Vorhaben der Akademie wie dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache und der Marx-Engels-Gesamtausgabe werden vorstellt.

Weitere Informationen:

  • Salon Sophie Charlotte: Die Wissenschaft und die Liebe

  • Samstag, den 19. Januar 2012, 18 bis 24 Uhr

  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

  • Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

  • Das Programm und weitere Informationen im Internet