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Europa zu Gast in Dahlem

„International Week“ an der Freien Universität Berlin mit Vertretern aus 20 Nationen

02.07.2012

Auftakt der International Week der Abteilung Außenangelegenheiten mit Erasmus-Partnern aus ganz Europa.
Auftakt der International Week der Abteilung Außenangelegenheiten mit Erasmus-Partnern aus ganz Europa. Bildquelle: Freie Universität Berlin

Vor 25 Jahren traten die ersten Studierenden mit dem Austauschprogramm ERASMUS ihr Studium im europäischen Ausland an. Passend zu diesem Jubiläum waren 60 Vertreterinnen und Vertreter von ERASMUS-Partnerinstitutionen aus ganz Europa fünf Tage lang zu Gast an der Freien Universität Berlin, um die Bedeutung von Austauschprogrammen bei der Internationalisierung von Hochschulen zu thematisieren.

Josephine Page, Leiterin der International Education Division der University of Limerick, hat der direkte Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen während der „International Week“ sehr gut gefallen: „Besonders in der Verwaltung von weltweiten Programmen wie Erasmus Mundus, an denen viele von uns teilnehmen, ist es wichtig, voneinander zu lernen. Mich hat beeindruckt, wie an der Freien Universität im Info-Service und im Büro für Internationale Studierendenmobilität studentische Hilfskräfte eingesetzt werden, um internationalen Studierenden zu helfen und sie zu beraten.“

Im Jubiläumsjahr verbringt bereits der 400.000ste deutsche Studierende mit dem Programm ERASMUS einen Studienaufenthalt im Ausland. Studierenden der Freien Universität stehen an mehr als 300 Partnerhochschulen in 30 europäischen Ländern – von Island bis Zypern – ERASMUS-Studienplätze zur Verfügung. Doch nicht nur die grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden wird durch das Hochschulprogramm finanziell unterstützt.

Auslandsaufenthalt für Angestellte

Die Förderkomponente STT (Staff Training Mobility) des ERASMUS-Programms ermöglicht Verwaltungsangestellten an Universitäten, zu Trainingszwecken andere Hochschulen im europäischen Ausland zu besuchen. Viele Universitäten veranstalten daher sogenannte International Weeks, um einen Gedankenaustausch mehrerer Länder und Universitäten anzustoßen und europaweit Erfahrungen zusammenzutragen.

An der internationalen Veranstaltung der Freien Universität, die von der Abteilung Außenangelegenheiten organisiert wurde, nahmen 60 Vertreter aus 20 Ländern teil. „Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf Fragen der Betreuung von internationalen Studierenden“, sagt Gesa Heym-Halayqa, ERASMUS-Hochschulkoordinatorin an der Freien Universität, „und zwar nicht nur in Hinblick auf ERASMUS, sondern auch für andere Austauschprogramme wie Direktaustausch oder Erasmus Mundus.“

Zudem wurden Doppel-Master-Studiengänge der Freien Universität vorgestellt, wie der „European Master in Childhood Studies and Children’s Rights“, der deutsch-französische Masterstudiengang „Public Policy and Management“ und „Internationale Tiergesundheit mit dem Ausbildungsgebiet Veterinary Public Health“.

Persönliches Gespräch statt E-Mail

Nora Gaal und Andrea Seres sind von der Eötvös-Loránd-Universität Budapest nach Berlin gekommen. Mit der ungarischen Hochschule tauscht die Freie Universität in insgesamt neun Fächern ERASMUS-Studierende aus. Seres fand besonders die Präsentation von Siegbert Wuttig interessant, dem Leiter der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Er berichtete über die Perspektiven des neuen Programms „ERASMUS for all“, das ab 2014 anlaufen wird, und ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dadurch Einsichten in den derzeitigen Diskussionsstand.

„Für die Freie Universität war die Veranstaltung ebenfalls ein Gewinn“, sagt Gesa Heym-Halayqa. „So hatten wir die Gelegenheit, unsere Partner in den Universitätsverwaltungen, mit denen wir sonst nur per E-Mail korrespondieren, auch einmal persönlich kennenzulernen und unsere Herausforderungen mit ihnen zu diskutieren.“

Auf diese Weise könne man auch neue Modelle der internationalen Kooperation kennenlernen: Zum Beispiel hat die Universität Paris-Diderot einen Lehrstuhl in Argentinien eingerichtet, um Kooperationen mit argentinischen Universitäten, aber auch anderen lateinamerikanischen Ländern wie Peru, zu initiieren. Und die University of Limerick betreibt einen Austausch mit Universitäten in Korea, bei dem koreanische Studierende für ein Semester nach Limerick kommen – im Gegenzug dürfen die irischen Studierenden an einem extra aufgelegten Sommerprogramm über Kultur in Korea in Seoul teilnehmen.