Freie Universität Berlin


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Strategische Partnerschaft zwischen Peking-Universität und Freier Universität Berlin unterzeichnet

Vertrag intensiviert 30-jährige Partnerschaft beider Universitäten

07.06.2011

Professor Zhou Qifeng (l.), Präsident der Peking-Universität, und Professor Peter André Alt (r.), Präsident der Freien Universität Berlin, unterzeichneten den Vertrag über die strategische Partnerschaft ihrer Universitäten
Professor Zhou Qifeng (l.), Präsident der Peking-Universität, und Professor Peter André Alt (r.), Präsident der Freien Universität Berlin, unterzeichneten den Vertrag über die strategische Partnerschaft ihrer Universitäten Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Vertreter der Peking-Universität und der Freien Universität Berlin vor dem Siegel der Freien Universität
Vertreter der Peking-Universität und der Freien Universität Berlin vor dem Siegel der Freien Universität Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Eva Müller (r.), die ihr Studium der Chinesischen Literatur an der Peking-Universität im Jahre 1960 abgeschlossen hat, und Professor Zhou Qifeng (l.), Präsident der Peking-Universität
Eva Müller (r.), die ihr Studium der Chinesischen Literatur an der Peking-Universität im Jahre 1960 abgeschlossen hat, und Professor Zhou Qifeng (l.), Präsident der Peking-Universität Bildquelle: Michael Fahrig
An dem „Alumni & Friends“-Treffen im Konfuzius-Institut an der Freien Universität nahmen rund 100 Gäste teil, darunter auch deutsche Studierende, die in den späten 1950er Jahren ihr Studium an der Peking-Universität aufgenommen hatten
An dem „Alumni & Friends“-Treffen im Konfuzius-Institut an der Freien Universität nahmen rund 100 Gäste teil, darunter auch deutsche Studierende, die in den späten 1950er Jahren ihr Studium an der Peking-Universität aufgenommen hatten Bildquelle: Michael Fahrig

30 Jahre ist es her, dass die Peking-Universität und die Freie Universität Berlin einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben. Durch eine neue Vereinbarung wollen beide Universitäten ihre Kooperation ausbauen und weiter intensivieren. Es ist – nach einer Kooperation mit der Hebrew University – die zweite strategische Partnerschaft, die die Freie Universität eingeht.

„Die Freie Universität war eine der ersten Universitäten, mit denen die Peking-Universität eine erfolgreiche Partnerschaft aufgebaut hat“, sagte Professor Zhou Qifeng, Präsident der Peking-Universität bei seinem Besuch an der Freien Universität. Die Unterzeichnung des neuen Vertrages sei ein Start für weitere Kooperationen. „Die Zusammenarbeit der Universitäten unterstützt auch die Kooperation der beiden Länder insgesamt.“

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Peter-André Alt, bezeichnete den neuen Vertrag als einen „Quantensprung“: „Mit der Peking-Universität als einem strategischen Partner planen wir eine ganze Reihe von erfolgversprechenden gemeinsamen Initiativen, vor allem in der Doktorandenausbildung und bei Masterprogrammen. Daran wird über die Germanistik und Sinologie hinaus ein breites Spektrum von Fachbereichen beteiligt sein.“

Germanisten kooperieren bereits intensiv mit der Peking-Universität

Die Zusammenarbeit der Peking-Universität und der Freien Universität hat eine lange Tradition. So lehren seit 1981 Germanistikprofessoren der Freien Universität Berlin an der chinesischen Partneruniversität. Während der jährlichen zweimonatigen Aufenthalte sind sie vollkommen in das Lehrprogramm der Peking-Universität integriert. Dies umfasst beispielsweise auch die Abnahme von Prüfungen.

Im Gegenzug kommen alljährlich chinesische Germanisten zu Forschungsaufenthalten an das Institut für deutsche und niederländische Philologie der Freien Universität. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Kooperationen zwischen Wissenschaftlern weiterer Fachrichtungen.

Seit 2005 betreibt die Freie Universität auch gemeinsam mit der Peking-Universität, der Humboldt-Universität sowie dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst das Zentrum für Deutschlandstudien an der Peking-Universität, das die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Deutschland sowie die deutsch-chinesischen Beziehungen fördern soll.

Zusätzlich ist die Peking-Universität Partnerhochschule des Konfuzius-Instituts an der Freien Universität Berlin, das im April 2006 als erstes seiner Art in Deutschland gegründet worden ist. Es wird zur Hälfte von der chinesischen Regierung finanziert und hat die Aufgabe, die Verbreitung der chinesischen Kultur und Sprache zu fördern. Die Co-Rektorin des Konfuzius-Instituts, Li Xiaoqi, ist Professorin für Chinesisch als Fremdsprache an der Peking-Universität.

Intensive Kooperation in vielen Fachdisziplinen geplant

Die von den Präsidenten beider Universitäten unterzeichnete Vereinbarung sieht einen intensiven Austausch von Studierenden, Doktoranden, Nachwuchswissenschaftlern und Professoren vor. Zusätzlich sollen über die bestehenden Projekte hinaus weitere Lehr- und Forschungsprojekte in den Geistes-, Sozial–, Rechts-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften initiiert werden.

Während des Besuches der chinesischen Delegation trafen sich die Forscher der Peking-Universität und der Freien Universität zu Fachgesprächen, in denen Details einzelner Kooperationen erörtert wurden. Fester Bestandteil der Kooperation ist eine jährlich stattfindende Konferenz, die im Wechsel in Peking und Berlin organisiert werden soll.

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung richtete das Konfuzius-Institut an der Freien Universität ein „Alumni & Friends“-Treffen aus, an dem rund 100 Gäste teilnahmen. Unter den Gästen befanden sich neben Professor Li Guoqiang, 1. Sekretär der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, auch deutsche Studierende, die in den späten 1950er Jahren ihr Studium an der Peking Universität aufgenommen hatten.

Für den Herbst dieses Jahres ist die erste der jährlichen Konferenzen deutscher und chinesischer Wissenschaftler geplant: In Peking werden die Forscher der Peking-Universität und der Freien Universität Berlin dann ihre Fachgespräche fortsetzen.