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Mit Spiegeln spielen

Ausstellung „Symmetrie – Spiele mit Spiegeln“ noch bis zum 18. Februar 2011 am Institut für Mathematik der Freien Universität

19.01.2011

Symmetrie anschaulich erfahren: An großen Kästen, die innen mit Spiegeln ausgelegt sind, können Besucher mit symmetrischen Mustern experimentieren.
Symmetrie anschaulich erfahren: An großen Kästen, die innen mit Spiegeln ausgelegt sind, können Besucher mit symmetrischen Mustern experimentieren. Bildquelle: Jan Hambura
Mathematiklehrerin Marianne Piontek-Lachmund testet die Spiegel-Experimente für ihre Schulklasse.
Mathematiklehrerin Marianne Piontek-Lachmund testet die Spiegel-Experimente für ihre Schulklasse. Bildquelle: Jan Hambura

Sie sind gleichseitig, rechtwinklig und gleichschenklig. Es ist nicht einfach, die Dreiecke in den Spiegelkästen so zusammenzulegen, dass sie das gewünschte Muster spiegeln. Knobelaufgaben wie diese warten derzeit auf die Besucher der Ausstellung „Symmetrie – Spiele mit Spiegeln“, die noch bis zum 18. Februar 2011 an der Freien Universität zu sehen ist. Der Eintritt kostet einen Euro.

Noch ist es ruhig in der Bibliothek des Instituts für Mathematik. Ausnahmsweise sind an diesem Vormittag keine Schüler zu sehen, dafür sind viele Studierende und andere Interessierte in die Dahlemer Arnimallee 3 gekommen.

Im Schnitt besuchen täglich fünf Schulklassen die interaktive Ausstellung „Symmetrie – Spiele mit Spiegeln“, eine Leihgabe des Fachbereichs Mathematik der Universität Mailand. Konrad Polthier, Mathematikprofessor an der Freien Universität, hat das Konzept für die Berliner Ausstellung entwickelt: Die Mailänder Schaue wurde um großformatige mathematische Visualisierungen und dreidimensionale geometrische Modelle ergänzt. An großen Kästen, die innen mit Spiegeln ausgelegt sind, können die Besucher mit symmetrischen Mustern experimentieren oder an geometrischen Modellen bauen. Geeignet ist die Ausstellung für jedes Alter, für Schüler ab der zweiten Klasse.

Mit Symmetrie spielen

„Die Ausstellung zeigt Mathematik von einer anderen Seite: Die Idee der Symmetrie wird ganz anschaulich erfahren, spielerisch im eigenen Experiment, ohne Formeln oder abstrakte Gedanken“, sagt Konrad Polthier.

Marianne Piontek-Lachmund ist Mathematiklehrerin an der Mercator-Grundschule in Berlin-Lichterfelde, Sie schaut sich die Exponate zunächst alleine an, „testet" sie, bevor sie mit ihrer 5. Klasse an die Freie Universität kommt.

Vor einiger Zeit war die Lehrerin schon einmal in Dahlem. Gemeinsam mit ihrer Klasse war sie zu Gast in einem Chemie-Labor der Freien Universität. „Die Kinder waren sehr aufgeregt. Denn hier können sie Dinge selbst ausprobieren und sich einmal anders verhalten als in der Schule“, sagt Piontek-Lachmund.

Der Andrang der Schulklassen, die die Spiegel-Ausstellung besuchen wollen, ist groß: „Unsere Warteliste wächst jeden Tag um rund zehn Anmeldungen“, sagt Professor Konrad Polthier. Er wirbt deshalb um Sponsoren, um die Verlängerung der Ausstellung zu ermöglichen.

Die Ausstellung „Symmetrie – Spiele mit Spiegeln“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin, des DFG-Forschungszentrums MATHEON und der Berlin Mathematical School.

Weitere Informationen

Die Ausstellung „Symmetrie – Spiele mit Spiegeln“ ist montags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet einen Euro (inklusive eines Bastelbogens für jeden Besucher). Ausstellungsort ist die Bibliothek des Instituts für Mathematik der Freien Universität Berlin an der Arnimallee 3, 14195 Berlin. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Internet unter: www.symmetrie.info. Schulklassen werden um telefonische Anmeldung bei Frau Anne Müller gebeten, Telefon: 030 / 83875877 (Montag bis Freitag von 10.00 –12.00 Uhr).