Freie Universität Berlin


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What crisis?

Europäische Journalisten-Fellowships beginnen neues Programmjahr

12.10.2010

Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, sprach über „die Autonomie der Universitäten in Zeiten der ökonomischen Krise“.
Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, sprach über „die Autonomie der Universitäten in Zeiten der ökonomischen Krise“. Bildquelle: Christoph Rosenthal

Mit der Winfried-Fest-Lecture wird traditionell das neue Programmjahr der Europäischen Journalisten-Fellowships eröffnet. Diesjähriger Redner war Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, der über „die Autonomie der Universitäten in Zeiten der ökonomischen Krise“ sprach.

Seit 2000 ist die Winfried-Fest-Lecture gleichzeitig der offizielle Start des Programms Europäische Journalisten-Fellowships (EJF). In diesem Jahr hielt der Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Peter-André Alt, die Lecture. Er sprach über die Autonomie von Universitäten in ökonomisch schwierigen Zeiten.

Die Universität müsse ein Ort der Autonomie bleiben, ein Ort, der für freies Denken steht und Zeit für Versuche hat. Somit schließe sich eine vollständige Ausrichtung auf finanzielle Aspekte aus. Gleichzeitig bestehe die Unabhängigkeit von Forschungsinstitutionen auch darin, eigenständig Mittel anzuwerben, was auch die Chance eröffne, nach Leistung beurteilt zu werden.

Wer die Autonomie der Universitäten nur durch Unterfinanzierung bedroht sehe, vernachlässige den Aspekt, dass große Institutionen sich oftmals selbst lähmen und Entscheidungsprozesse verlangsamen. Autonomie bedeute, verantwortungsvoll mit Geld umgehen zu können. Die Freie Universität betreibe eine neue Form von Hochschulmanagement, um diese Autonomie zu gewährleisten und langfristige Planungsperspektiven zu entwickeln. Somit kann der Idee Willy Brandts gefolgt werden, der meinte, Zukunft vorhersagen hieße, Zukunft zu gestalten. In diesem Sinne gebe es auch keine Krise.

Internationalisierung

Professor Klaus Beck, Dekan des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften, und Professor Alexander Görke, wissenschaftlicher Leiter des EJF-Programms, hielten vor rund 80 Gästen die Begrüßungsreden. Sie stellten das Internationale Journalisten-Kolleg in den größeren Zusammenhang der Universität im Allgemeinen und ihrer internationalen Ausrichtung im Besonderen.

Begrüßung der neuen Stipendiaten

Das Internationale Journalisten-Kolleg an der Freien Universität Berlin bietet seit 1999 berufsbegleitende Studienangebote für Journalistinnen und Journalisten aus Europa, Russland und den USA an. Im Rahmen der Lecture wurden die neun Stipendiaten des Programms Europäische Journalisten-Fellowships begrüßt, die aus Tschechien, Ungarn, Deutschland, Slowakei, Usbekistan, Österreich, Niederlande, Bulgarien und Finnland kommen. Sie werden für zehn Monate in Berlin sein, um ein individuelles Forschungsvorhaben durchzuführen. Mit ihnen starten die Studenten des Masterstudienganges Communication and Journalism in das neue Semester.

Winfried Fest

Mit der Veranstaltung wird des Publizisten Winfried Fest gedacht, der dem Gründungsbeirat der Europäischen Journalisten-Fellowships angehörte und somit einen Grundstein für das Internationale Journalisten-Kolleg gelegt hat.