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„Literatur interessiert sich für Film“

Internationale Tagung über Literatur-Film-Beziehungen an der Freien Universität Berlin

18.03.2009

"Der Andere", deutscher Spielfilm von Max Mack aus dem Jahr 1913
"Der Andere", deutscher Spielfilm von Max Mack aus dem Jahr 1913 Bildquelle: Deutsche Kinemathek
Stefan Keppler, Juniorprofessor für neuere deutsche Literatur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin
Stefan Keppler, Juniorprofessor für neuere deutsche Literatur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin Bildquelle: privat

Stefan Keppler ist seit 2008 Juniorprofessor für neuere deutsche Literatur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der Freien Universität und organisiert vom 26. bis 28. März 2009 eine internationale Tagung zur Beziehung von Literatur und Film.

Literatur und Film – die Medien der Fiktion und deren Bezug zueinander sind für Stefan Keppler schon lange von großem Interesse. „Wenn ich meine alten Anstreichungen in den Büchern meiner Bibliothek ansehe, betreffen sie schon seit der Studienzeit filmische Passagen und Passagen zum Film. Wer sich für Literatur interessiert, muss erkennen, dass sich Literatur für Film interessiert – und diesem Verweis gehe ich nach“, so Keppler. Seit dem Wintersemester 2008/2009 ist er Juniorprofessor für neuere deutsche Literatur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität, die im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnet wurde. Sein Studium der Fächer Deutsch, Soziologie und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien absolvierte Keppler an der Universität Würzburg. Nach seiner Promotion 2004 über Goethes Erzählwerk, die mit dem Stiftungspreis der Universität ausgezeichnet wurde, war er bis zu seinem Ruf auf die Juniorprofessur Assistent von Prof. Dr. Peter-André Alt am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die deutsche Literatur vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, besonders die Goethezeit, die klassische Moderne, Literaturgeschichte des Subjekts, Literatur in religionsgeschichtlichen Kontexten, Mythopoetik und Mittelalterrezeption sowie Literatur-Film-Beziehungen.

„Literatur und Film – Konzentrierte Dialoge“

Um die Beziehung zwischen Film und Literatur geht es auch in der internationalen Tagung, die Keppler gemeinsam mit Juniorprofessorin Fabienne Liptay vom Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert. Unter dem Titel „Literatur und Film – Konzentrierte Dialoge. Vom Kaiserrech zum Exil“ findet das interdisziplinäre Symposium vom 26. bis 28. März 2009 statt. „In der Konzeption richtet sich die Tagung zum einen an alle Philologen, die für eine Literaturgeschichte des Films aufgeschlossen sind, zum anderen an alle Filmwissenschaftler, die sich für eine Filmgeschichte der Literatur interessieren“, sagt Keppler.  Den Auftakt bildet der Vortrag des Literatur- und Filmwissenschaftlers Thomas Koebner „Bürgersatire zwischen Literatur und Film – zum Beispiel 'Die Hose'“ im Kino arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz sowie die anschließende Vorführung des Films.

Am 27. und 28. März wird es Vorträge von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, den USA und der Schweiz an der Freien Universität geben. Keppler selbst bildet mit seinem Vortrag „Der ‚Turm zu Babelsberg‘ und die ‚Hölle Hollywood‘. Literarische Filmdämonologie“ den Abschluss der Tagung. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/friedrichschlegel/veranstaltungen/Upcoming_Events/tagung_literatur_und_film