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Paul Auster ist Samuel Fischer-Ehrengast

Der New Yorker Schriftsteller las im Berliner Ensemble aus seinem neuen Roman "Mann im Dunkel"

07.10.2008

Paul Auster (links) liest aus seinem neuen Roman "Mann im Dunkel", Jan Josef Liefers liest aus der deutschen Übersetzung
Paul Auster (links) liest aus seinem neuen Roman "Mann im Dunkel", Jan Josef Liefers liest aus der deutschen Version Bildquelle: Freie Universität Berlin / Stephan Töpper

Paul Auster, der als einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur gilt, startete seine Lesereise in Deutschland am Berliner Ensemble. Auster trat zum 10jährigen Jubiläum der Samuel Fischer-Gastprofessur für Literatur an der Freien Universität Berlin als vierter Samuel Fischer-Ehrengast auf.

"I can’t emphasize how unconscious the process of writing a novel is", sagte Auster auf die Frage des Moderators und Literaturkritikers Denis Schenk nach dem Charakter seines Protagonisten August Brill, der von Schlaflosigkeit gemartert im Haus seiner Tochter liegt. So beginnt Austers Roman über Familie und Krieg, Verlust und Weiterleben.

Im ausverkauften Berliner Emsemble wechselte sich Paul Auster mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers ab, der aus der deutschen Fassung des Romans las. Liefers, schon mehrfach mit Paul Auster auf Lesereise unterwegs, erzählte, dass sein erstes Buch nach der Wende 1989 Austers Roman "Im Land der letzten Dinge" gewesen sei. Des Titels wegen.

Es wurde auch politisch: Auster sagte, er befände sich seit dem Jahr 2000, als der Supreme Court der USA George W. Bush das Präsidentenamt per Urteil zugesprochen hat, in einer Art Parallelwelt. Und dass der derzeitige US-demokratische Präsidentschaftskandidat gewinnen müsse, da er gut qualifiziert und intelligent sei. Der neue Roman des 61-Jährigen ("I drank too much, I smoked too much. But for the moment I’m alright") mit dem Titel "Mann im Dunkel" ist am 1. Oktober im Rowohlt-Verlag erschienen.

Bisherige Samuel-Fischer-Ehrengäste der Freien Universität waren Antonio Skármeta (2001), Carlos Fuentes (2005) und Orhan Pamuk (2007).