Lehren lernen im Labor

Lehrkräftebildung in den MINT-Fächern stärken

14.04.2016

Die Freie Universität will Lehramtsstudierende in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) noch praxisnäher ausbilden. Dafür werden die bereits an der Universität bestehenden Schülerlabore zu Lehr-Lern-Laboren weiterentwickelt, in denen die Studierenden schon in einer frühen Phase ihres Studiums praktische Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern im Kleingruppenunterricht sammeln. Das Vorhaben wird von der Deutschen Telekom Stiftung gefördert und in einem Verbund mit fünf weiteren Universitäten umgesetzt. Die vielfältigen Erfahrungen an den einzelnen Standorten sollen wissenschaftlich begleitet und erforscht werden, um das Konzept auf diese Weise weiterzuentwickeln. Lehr- Lern-Labore sollen damit verstärkt als tragende Säulen der MINT-Lehrkräftebildung etabliert werden.

Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in den MINT-Fächern wird bereits seit 2009 von der Deutschen Telekom Stiftung finanziell gefördert. Ziel ist es zum einen, durch eine erfolgreiche Lehrkräfteausbildung in den MINT-Fächern langfristig auch die Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen in diesen Fächern zu stärken. Zum anderen soll die Verknüpfung von Theorie und Praxis in den Studiengängen verbessert werden. Durch den Ausbau der MINT-Bildung im Studienfach Sachunterricht und die Entwicklung spezieller Lehrangebote für das Studium zum Sekundarstufen- oder Gymnasiallehrer seien inzwischen wesentliche Ziele erreicht worden, sagt Volkhard Nordmeier, Professor für Didaktik der Physik. "Die Begleitforschung hat gezeigt, dass die Verknüpfung von Theorie und Praxis besonders gut durch die Einbindung von Schülerlaboren als Lehr-Lern-Labore in das Studium gelingt. Dieses Konzept werden wir zukünftig weiter ausbauen."