Ausgezeichnete Forschung

09.07.2015

Raúl Rojas, Professor für Künstliche Intelligenz an der Freien Universität Berlin, wurde in seinem Heimatland Mexiko zweifach für seine Leistungen in der Mathematik und Informatik ausgezeichnet. Die Autonome Universität des Bundestaates Hidalgo (UAEH) ernannte Rojas zum Ehrenprofessor der Hochschule. Der Rektor der UAEH überreichte ihm eine Urkunde und das Ehrenzeichen der Universität. Außerdem erhielt Rojas die Medaille „Lázaro Cardenas“ vom Instituto Politécnico Nacional (IPN), an dem er in den 1970er Jahren studiert hatte. Die Bundesuniversität ist die zweitgrößte mexikanische Hochschule. Jährlich erhält ein IPN-Alumnus als Anerkennung für seine wissenschaftliche Laufbahn die Medaille. Die Auszeichnung wurde Raúl Rojas vom Präsidenten Mexikos, Enrique Peña Nieto, im Präsidentenpalast in Mexiko- Stadt überreicht. PK

Peter Seeberger, Direktor am Max- Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und Professor für Chemie an der Freien Universität Berlin, ist von der britischen Fachzeitschrift „Medicine Maker“ auf Platz 7 der Rangliste „Power List 2015“ gewählt worden. In der 100 Namen umfassenden Liste werden jährlich die weltweit wichtigsten Personen auf dem Gebiet der Medikamentenentwicklung benannt. Seebergers Forschungsarbeit erbrachte grundlegende Erkenntnisse über die Rolle komplexer Zucker in der Medizin. cwe

Klement Tockner, Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie Professor fürAquatische Ökologie der Freien Universität Berlin, ist als neues Mitglied in die Leopoldina aufgenommen worden. Die Wahl in die Nationale Akademie der Wissenschaften gilt für Naturwissenschaftler als eine der höchsten Auszeichnungen, die von einer deutschen Institution vergeben wird. Der weltweit ältesten Akademie für Naturforscher gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von internationaler Bedeutung an. Klement Tockner zählt zu den führenden Forschern auf dem Gebiet der Gewässerökologie weltweit. cwe

Charlotte Bartels, promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkswirtschaftslehre der Freien Universität Berlin, ist mit dem Roman-Herzog- Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2015 ausgezeichnet worden. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Roman- Herzog-Stiftung erhielt sie für ihre Dissertation mit dem Titel „Versicherung und Anreize im deutschen Wohlfahrtsstaat“. zie

Oliver Janz, Professor für Neuere Geschichte, Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Center für Digitale Systeme, sowie der Literaturwissenschaftler Florian Barth von der Freien Universität sind mit den Berliner Digital-Humanities-Preisen 2015 ausgezeichnet worden. Jährlich werden drei dieser Preise durch den Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vergeben. Oliver Janz und Nicolas Apostolopoulos erhielten die Auszeichnungen für die Online-Enzyklopädie „1914–1918-online“. An dem internationalen Forschungsprojekt, das für Nutzer öffentlich und kostenfrei zugänglich ist, wirken Experten aus mehr als 50 Ländern mit. Es zeigt den Ersten Weltkrieg als ersten globalen Krieg und dokumentiert die internationale Forschung zum Großen Krieg. Florian Barth wurde für seine herausragende Bachelorarbeit in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, in der er computergestützte Verfahren zur Textanalyse angewendet hat, mit dem Nachwuchspreis gewürdigt. jk

Gründerpreis der Berliner Sparkasse geht an PerformaNat
Die am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität initiierte Ausgründung PerformaNat GmbH ist mit dem „Gründerpreis der Berliner Sparkasse“ ausgezeichnet worden. Prämiiert wurde das Team, das natürliche Futtermittelzusätze für Milchkühe entwickelt, für eine Innovation „die unser Leben besser macht“, wie die Jury formulierte. Der Präsident der Freien Universität, Professor Peter-André Alt, und Michael Jänichen, Bereichsleiter Firmenkunden der Berliner Sparkasse, überreichten die Auszeichnung. Der Preiswurde – gemeinsam mit dem Netzwerk Unternehmertum – bereits das dritte Mal zu einemwechselnden Thema verliehen und ist mit 4000 Euro dotiert. Zwei weitere Finalisten erhalten jeweils 500 Euro Preisgeld. mk