Blick in ein anderes Universum

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juni lädt die Freie Universität zum Erleben, Experimentieren und Staunen ein.

23.04.2012

Eine ganze Stadt im Raumschiff. Wissenschaftler der Freien Universität zeigen in der Langen Nacht, wie man sich im 20. Jahrhundert außerirdisches Leben vorgestellt hat.
Eine ganze Stadt im Raumschiff. Wissenschaftler der Freien Universität zeigen in der Langen Nacht, wie man sich im 20. Jahrhundert außerirdisches Leben vorgestellt hat. Bildquelle: NASA Ames Research Center

Spannung, Spiel und Wissenschaft – in der zwölften Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juni 2012 stehen den Besuchern an der Freien Universität mehr als 500 Projekte in 35 Häusern zur Auswahl. Insgesamt beteiligen sich 91 verschiedene Einrichtungen der Universität. Der Blick in die Zukunft spielt dieses Jahr eine ganz besondere Rolle: Beim ersten „FUtureSlam“ der Freien Universität haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerade mal zehn Minuten Zeit, um den Besuchern Zukünftiges und Visionäres aus ihrem Forschungsgebiet unterhaltsam und verständlich darzubieten. Am Ende entscheiden die Zuschauer, wer es am besten gemacht hat.

Viel Spaß wartet auch auf die jungen Lange-Nacht-Besucher: Interaktive Spiele und Experimente, eine Nachtwanderung, Wettbewerbe sowie eine Science Rallye durch die Informatik, Mathematik, Physik und das Konrad-Zuse-Zentrum Berlin. Die Schülerlabore öffnen wieder ihre Türen und führen den akademischen Nachwuchs auf unkomplizierte Weise an naturwissenschaftliche Fragestellungen heran: Im „PhysLab“ können physikalische Phänomene spielerisch erkundet werden, ganz nach dem Motto: „100 kleine Experimente zum Selbstmachen – verblüffend und spannend!“ Auch das „NatLab“ präsentiert Experimente und lädt besonders Grund- und Oberschüler dazu ein, mit wissenschaftlichem Gerät zu hantieren und Professoren auszufragen.

Besuchern der Langen Nacht bietet die Universität aber nicht nur Wissenschaft zum Anfassen. Ein Begleitprogramm mit Livemusik, Lesungen und kulinarischen Köstlichkeiten ergänzt den Abend. Im Henry-Ford-Bau spielt die BigBand des Collegium Musicum, weitere Konzerte veranstalten das Institut für Theaterwissenschaft und die Fachrichtung Koreastudien. Alte und neue Musik aus China erklingt im Konfuzius-Institut.

Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlen die Eingänge der Veranstaltungsgebäude wieder in farbigem Licht. Die bereits für die Freie Universität typischen bunten Lichtobjekte illuminieren erstmals auch den Fußweg von der Silberlaube zu den Gebäuden der Naturwissenschaften zwischen Fabeck- und Takustraße.

Fünf Bus-Routen bringen die Besucher vom zentralen Gebäude Habelschwerdter Allee 45 direkt zu allen Veranstaltungsorten, auch zum Botanischen Garten, zum GeoCampus Lankwitz und zum Campus Düppel, der dieses Jahr wieder viel zu bieten hat. Die Tiermediziner informieren dort rund um die Themen Tierernährung, krankmachende Erreger im Stall, resistente Bakterien bei Mensch und Tier, den „Riecher“ des Hundes sowie die Arbeit der Tierpathologen.

Fragen zum Berliner Trinkwasser, zu „virtuellem Wasser“, Wärme und Strom aus tiefen Grundwasservorkommen, klimaangepasster Wasserbewirtschaftung in Berlin, Kristallen und Licht, Seismik und Seismologie sowie Planetologie beantworten die Wissenschaftler des Instituts für Geologische Wissenschaften in Lankwitz.

Die Dahlemer Chemiker stellen die Chemie des täglichen Lebens in den Mittelpunkt. Unter anderem zeigen sie, was sich mit Grillanzünder, Spülmittel, Benzin oder Nagellackentferner alles anstellen lässt. Einen Höhepunkt bildet die schon traditionelle Experimentalvorlesung der Anorganischen Chemie: Dort geht es dieses Mal um die Vielfalt der chemischen Elemente und um die zahllosen spektakulären Reaktionen, die sie untereinander eingehen können, wobei es sehr laut oder sehr leise, sehr hell oder sehr dunkel, sehr bunt, sehr kalt oder sehr heiß zugehen kann.

Aus Platzgründen kann auf diesen beiden Seiten nur ein kleiner Ausschnitt des vielfältigen Lange-Nacht-Programms der Freien Universität präsentiert werden.

Wer mehr wissen möchte, findet das ausführliche Programm mit allen Attraktionen im Internet.