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Informatik-Professor Raúl Rojas von der Freien Universität Berlin ist „Hochschullehrer des Jahres“

Ehrung durch Deutschen Hochschulverband / Präsident Kempen: „Koryphäe, die Forschung und Lehre vorbildlich miteinander verbindet“

Nr. 409/2014 vom 25.11.2014

Der Informatiker Prof Dr. Raúl Rojas von der Freien Universität Berlin ist vom Deutschen Hochschulverband (DHV) mit dem Titel „Hochschullehrer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der Präsident des DHV, Prof. Dr. Bernhard Kempen, würdigte den Inhaber der Professur für Intelligente Systeme und Robotik als „Koryphäe, die Forschung und Lehre vorbildlich miteinander verbindet“. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird Raúl Rojas am 23. März 2015 im Rahmen der siebten „Gala der Deutschen Wissenschaft“ in Mainz verliehen.

In der Begründung von DHV-Präsident Kempen hieß es weiter, in Rojas‘ Robotik-Projekten würden Studierenden die Fachgrundlagen in Vorlesungen und Seminaren vermittelt, ehe sie anschließend in Projektarbeit die Hard- und Software der Roboter selbst entwickeln könnten. Damit verschränke Raúl Rojas Forschung und Lehre „in vorbildlicher Weise“ und trage dazu bei, junge Menschen für technische Berufe zu begeistern.

Bekanntheit erlangte Professor Rojas insbesondere durch die internationalen Erfolge, die seine Forscherteams bei den Fußballweltmeisterschaften der Roboter mit den FU-Fighters und den FUmanoids errangen, wie der DHV hervorhob. Ferner hieß es, für Aufmerksamkeit hätten auch die autonomen Fahrzeuge gesorgt, die studentische Forscherteams der Freien Universität unter seiner Ägide seit 2006 entwickeln. Das autonome Fahrzeug der Freien Universität Berlin hat eine Straßenzulassung für den Stadtverkehr sowie für die Autobahnen und fährt unter der Aufsicht der Wissenschaftler dort regelmäßig.

Raúl Rojas González, geboren 1955 in Mexiko-Stadt, studierte Mathematik und Physik in Mexiko, sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Er habilitierte 1993 im Fach Informatik mit dem Thema Künstliche Neuronale Netze. Von 1994 bis 1997 hatte er eine Professur für Künstliche Intelligenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne. Seit 1997 lehrt er an der Freien Universität. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den European Software Award, den ersten Wolfgang-von-Kempelen-Preis für Informatikgeschichte und den Technologietransferpreis der Technologiestiftung Berlin. Raúl Rojas ist Mitglied der Mexikanischen Akademie der Wissenschaften und Träger der Goldmedaille für Wissenschaft und Technologie von Mexiko-Stadt. Erst vor vier Wochen wurde Rojas in London durch die Computer Conservation Society für seine herausragenden Beiträge zur Geschichte der Informatik geehrt, insbesondere in Bezug auf die technische und theoretische Rekonstruktion bedeutender Rechenmaschinen.

Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. Ihm gehören nach eigenen Angaben mehr als 28.500 Mitglieder an. Der Preis wird seit 2006 jährlich verliehen. Die Auszeichnung ging bereits 2010 an die Freie Universität Berlin. Damals wurde Prof. Dr. Heather Cameron für ihr Engagement im Rahmen von „Boxgirls International“ geehrt, einem Projekt, das sozial benachteiligte junge Frauen zur gesellschaftlichen Teilhabe ermutigt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Raúl Rojas, Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-75102, E-Mail: rojas@inf.fu-berlin.de