Geschichte der Globalisierung aus der Sicht Lateinamerikas

Internationaler Kongress der Vereinigung der europäischen Lateinamerika-Historiker AHILA vom 9. bis 13. September an der Freien Universität

Nr. 188/2014 vom 27.05.2014

Die Geschichte der Globalisierung aus der Perspektive Lateinamerikas ist Thema eines Kongresses vom 9. bis 13. September an der Freien Universität Berlin. Bei der Veranstaltung handelt es sich um den 17. Kongress der Vereinigung der europäischen Lateinamerika-Historiker AHILA (Asociación de Historiadores Latinoamericanistas Europeos). Die Tagung mit dem Titel „Entre Espacios: La historia latinoamericana en el contexto global“ („Zwischen Räumen: Lateinamerikanische Geschichte im globalen Kontext“) wird organisiert vom Internationalen Graduiertenkolleg „Zwischen Räumen“ des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität. Mit 104 Symposien und um die 850 Teilnehmer aus aller Welt ist dies der größte Kongress in der Geschichte der Vereinigung. Die Veranstaltung findet in spanischer und portugiesischer Sprache statt, Anmeldungen sind noch bis zum 31. Juli möglich.

Im Mittelpunkt des Kongresses stehen die Bewegungen zwischen unterschiedlichen Weltregionen und die neuen Räume, die diese in historischen und aktuellen Phasen der Globalisierung auslösen. Betrachtet werden hier beispielsweise Migrationsbewegungen zwischen Amerika, Asien und Europa. Die Bandbreite der Themen in den Symposien und Vorträgen ist umfassend: Behandelt werden aktuelle Tendenzen der Geschichtsschreibung, die Bedeutung Chinas für die Entwicklungspolitik und die Rolle Lateinamerikas im Ersten Weltkrieg. Ferner geht es um den Austausch von Wissen zwischen Lateinamerika und Europa, Küche und Ernährungsgewohnheiten in Lateinamerika sowie um die Themen Revolutionen, Migration und Exil. Die AHILA wurde 1978 in Polen von einer kleinen Gruppe europäischer Lateinamerika-Historiker auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“ gegründet; ihre Mitglieder verstanden sich von Beginn an als Brückenbauer zwischen Ost und West – und zwischen Europa und Lateinamerika. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern beider Kontinente hat in den vergangenen Jahrzehnten den akademischen Austausch über die Geschichte Lateinamerikas entscheidend gefördert. Deren Erfolg sowie die internationale Reichweite der europäischen Vereinigung spiegelt sich unter anderem in der Teilnahme renommierter lateinamerikanischer Forscherinnen und Forscher auf den alle drei Jahre stattfindenden AHLA-Kongressen wieder.

Hauptredner der diesjährigen Veranstaltung sind der renommierte US-amerikanische Historiker Jeremy Adelman von der Princeton University und die argentinische Historikerin und Humboldt-Forschungspreisträgerin Hilda Sabato von der Universidad de Buenos Aires. Der Kongress wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Center for International Cooperation der Freien Universität Berlin.

Zeit und Ort

  • 9. bis 13. September 2014
  • Seminaris CampusHotel, Takustraße 39, 14195 Berlin und an verschiedenen Instituten der Freien Universität Berlin (siehe Programm)

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Stefan Rinke, Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-55588, E-Mail: rinke@zedat.fu-berlin.de
  • Dr. Ingrid Simson, Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838- 56013, E-Mail: ingrid.simson@fu-berlin.de
  • Dr. Nina Elsemann, Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-53649, E-Mail: nina.elsemann@fu-berlin.de

Programm und Anmeldung

  • Eine Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2014 möglich unter www.ahila.de/index.php?language=de
  • Teilnahmegebühr für alle fünf Tage: 210 Euro für AHILA-Mitglieder, 340 Euro für Nicht-Mitglieder

Programm im Internet

Konferenzhomepage: www.ahila2014.net