Knochen, Krebs und Therapien

Weltelite der BMP-Forschung zu Gast an der Freien Universität Berlin

Nr. 169/2014 vom 14.05.2014

Die Erforschung sogenannter knochenmorphogenetischer Proteine (Englisch: Bone Morphogenetic Proteins, BMPs) sind Thema einer internationalen Konferenz, die vom 16. bis 20. September 2014 erstmals in Deutschland stattfindet. Weltweit führende Grundlagenforscher, Ärzte und Biomaterialwissenschaftler aus Wissenschaft und Industrie kommen an der Freien Universität zusammen, um neueste Erkenntnisse zu diesen überlebenswichtigen Botenstoffen im menschlichen Körper auszutauschen. Wissenschaftler können sich bis zum 30. Juni 2014 anmelden unter: http://userpage.fu-berlin.de/bmp/registration.html.

BMPs vermitteln Steuersignale, die schon im frühesten Embryonalstadium für Ordnung sorgen; sie sind später bei der Entwicklung und Reparatur verschiedener Organe unabdingbar. Im ausgewachsenen Organismus sorgen BMPs für die richtige Balance beim Auf- und Abbau von Knochen, Muskeln und Blutgefäßen. „Nach derzeitigem Kenntnisstand wäre es an der Zeit, diese Proteine nicht mehr „Knochenmorphogenetische Proteine“ zu nennen, sondern als „Körpermorphogenetische Proteine“ zu bezeichnen, da sie nicht nur das Knochenwachstum steuern, sondern im gesamten Körper eine bedeutende Rolle spielen“, sagt Petra Knaus. Die Biochemikerin ist Professorin an der Freien Universität Berlin und der Berliner Graduiertenschule für Regenerative Therapien. Als Organisatorin warb sie für die Konferenz in Berlin. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Müller, Professor für molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik an der Universität Würzburg und Daniel Graf, außerordentlicher Professor im Fachbereich Biologie der Universität Alberta, Kanada.

Im Bereich BMP-Signaltransduktion wurden in den vergangenen fünf Jahrzehnten auf verschiedenen Forschungsfeldern enorme Fortschritte erzielt. Sie ermöglichen es heute, die Entstehung von Krankheiten infolge veränderter BMP-Signale zu erklären. Weltweit arbeiten Forscher in Wissenschaft und Industrie daran, Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, um derart fehlgeleitete Prozesse zu korrigieren; die Forschung steht hier aber noch am Anfang. Erstaunliche Erfolge wurden jedoch bereits mit dem Versuch erzielt, das regenerative Potential der BMPs auszunutzen: BMPs werden schon heute gezielt eingesetzt, um die Regeneration von schlecht heilenden Knochenbrüchen stark zu beschleunigen.

Zeit, Ort und Programm

Weitere Informationen

Im Internet

http://userpage.fu-berlin.de/bmp/