Fremde Länder, politische Brennpunkte und Bühnenspektakel

Lange Nacht der Wissenschaften am 10. Mai 2014 an der Freien Universität Berlin

Nr. 135/2014 vom 24.04.2014

Während der Langen Nacht der Wissenschaften erwartet Besucher an der Freien Universität ein vielfältiges und spannendes kulturelles und politisches Angebot. In der Rost- und Silberlaube lädt beispielsweise Journalist und Schriftsteller Detlef Berentzen gemeinsam mit dem Zeitzeugen und Gründer des APO-Archivs Siegward Lönnendonker zu einer unterhaltsamen Zeitreise in die „wilden 60er“ und die Aktivitäten der „Außerparlamentarischen Opposition“ ein (Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, BVG-Zubringer vom U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz, Busrouten PINK / BLAU / GRÜN / ORANGE). Auch das Konfuzius-Institut an der Freien Universität bietet eine Reihe von Aktivitäten für kleine und große Besucher.

Aus aktuellem Anlass diskutieren um 17 Uhr unter dem Titel „Pulverfass Ukraine“ Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einer Podiumsrunde über die jüngsten Ereignisse in der Ukraine.

Um 21 Uhr sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereiches „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ mit Kollegen und Vertretern anderer Institutionen in einer weiteren Diskussionsrunde über fragile Staatlichkeit und darüber, welche Herausforderungen aus einer solchen Situation für die internationale Politik entstehen. Auch zeigt erstmals die Stasi-Unterlagenbehörde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität umfangreiche Einblicke in Ergebnisse ihres Forschungsgebiets (Henry-Ford-Bau, Garystraße 35–37, 14195 Berlin, U-Bahnhof Thielplatz, U3, Busroute GRÜN).

An vielen Orten an der Freien Universität Berlin können Besucher der Langen Nacht in fremde Länder und Kulturen eintauchen: Das Institut für Koreastudien berichtet in Vorträgen und Workshops über das Weltkulturerbe des asiatischen Landes. Besonderheiten koreanischer Kultur werden in einem kleinen Hangŭl-Sprachkurs und einem Kimchi-Kochkurs erlebbar (Fabeckstraße 7, U-Bahnhof Dahlem-Dorf, U3, Busrouten BLAU / PINK). Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stellt das Institut für Japanologie den Sport in den Mittelpunkt: Neben Vorträgen und Gesprächen mit in Berlin lebenden japanischen Sportlern werden japanische Sportarten vorgeführt (Hittorfstraße 18, U-Bahnhof Thielplatz U3, Busroute GRÜN).

Schwerpunkt der Langen Nacht im Konfuzius-Institut an der Freien Universität (Goßlerstraße 2–4, 14195 Berlin, S-Bahnhof Lichterfelde West, S1, Busroute GRÜN) ist Peking als politisches, kulturelles und intellektuelles Zentrum Chinas. Geboten werden Performances, Ausstellungen und Vorträge, interaktive Schnupperkurse und interkulturelle Spiele. Die erfolgreiche Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Auch die Peking Universität pflegt seit über 30 Jahren eine Partnerschaft mit der Freien Universität Berlin. Besucher können den ganzen Abend über die chinesische Hauptstadt, die chinesische Sprache und Kultur entdecken.

Zu den Highlights an diesem Tag gehören eine Kung-Fu-Show der Shaolin-Mönche vom Shaolin Tempel Deutschland und ein Auftritt der deutschen Boyband „Feichang Fresh“ mit ihrem neuen Song, einer Hymne auf die Partnerstädte – in chinesischer Sprache. Auf dem Programm stehen ferner eine Reihe von Kurzvorträgen, darunter einer für Kinder über das kaiserliche Peking. Für Kinder werden außerdem die „Legende von Mulan“ mit exquisiten Kampfkunstdarstellungen und Kindertraining sowie viele weitere Programmpunkte geboten. Es gibt durchgängig handgemachte, echte Pekinger Teigtaschen zum kleinen Preis.

Traditionell präsentiert sich das Fach Chinastudien der Freien Universität gemeinsam mit dem Konfuzius-Institut. Es können den ganzen Abend Informationen zum Studium, zu chinabezogener Forschung und Lehre an der Freien Universität eingeholt werden. Die Besucher können durchgehend an verschiedensten Schnupperkursen teilnehmen: Chinesisch für Kinder und Erwachsene, Einführungen in die chinesische Kalligrafie und Malerei, sowie Einführungen in Online-Plattformen, Software, Spiele und gedruckte Materialien zum Chinesischlernen. Als besonderes Andenken können sich Besucher ihren Namen auf Chinesisch schreiben lassen. Bücherstände mit Neuerscheinungen und antiquarischen Titeln sowie ein China-Basar mit Souvenirs, Nützlichem und Dekorativem aus China runden das Angebot ab.

In den Orient entführt das Institut für Semitistik und Arabistik der Freien Universität (Altensteinstraße 34, 14195 Berlin, U-Bahnhof Dahlem-Dorf, U3, Busrouten BLAU / PINK). Neben Vorträgen zu den Gründungsmythen Äthiopiens, dem Koran und dem Christentum im Orient können Besucher hier arabischer Musik, Poesie und Prosa lauschen. In einem Workshop werden die Hintergründe des Bauchtanzes erklärt und erste Schritte eingeübt. Kinder können im Schriftlabor die arabischen Schriftzeichen erlernen oder sich beim Anhören eines Märchens ausruhen.

Eine Vielfalt an musikalischen, dramatischen und cineastischen Darbietungen bietet das Institut für Theaterwissenschaft: Studierende präsentieren eigene Kurzfilme, tragen Musik-, Lyrik- und Prosastücke vor, und laden im Bewegungslabor zum Mitmachen ein (Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin, BVG-Zubringer U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz, Busroute BLAU).

Zum Nachdenken regen Vorträge am Fachbereich für Philosophie an (Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin, U-Bahnhof Thielplatz, U3, Busrouten PINK / BLAU / GRÜN / ORANGE). Themen sind: „Wie geht man menschliche Probleme philosophisch an?“, „Was meinen wir mit ‚Wissen‘, und wie verändern sich Wissensansprüche in unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten?“ und „Ohne Fleiß kein Preis? Über Leistungsgerechtigkeit“.

Allgemeine Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften

  • Termin: Sonnabend, 10. Mai 2014, 17 bis 24 Uhr
  • Telefonische Info-Hotline unter: 030 / 61 00 55 15
  • Programmhefte mit Lageplan können im Internet heruntergeladen werden unter www.fu-berlin.de/sites/langenacht/media/lndw-fu-programm.pdf?1396269009 und liegen außerdem in rund 200 Berliner und Potsdamer Einrichtungen aus.
  • Tickets und Preise: Erwachsene: 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Familienticket: 27 Euro (bis maximal fünf Personen, davon bis zu zwei Erwachsene und mindestens ein Kind; Kinder bis 18 Jahre). Late-Night-Ticket an den Abendkassen ab 22 Uhr: 6 Euro. Schülergruppentickets: 5 Euro (Mindestbestellmenge: 7 Tickets). Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei.
  • Vorverkauf: ab 24. April 2014 an allen Fahrscheinverkaufsstellen, DB Service Stores, Kundenzentren und Fahrscheinautomaten der Berliner S-Bahn und der BVG. Online vom 9. April bis 5. Mai 2014 unter www.langenachtderwissenschaften.de (Bezahlung nur mit Kreditkarte oder über PayPal) und www.eventim.de.
  • Buslinien: Informationen unter www.fu-berlin.de/sites/langenacht/praktisches/busshuttles/index.html.

Weitere Informationen

E-Mail: event@fu-berlin.de

Im Internet

www.fu-berlin.de/langenacht