Ausgezeichneter Gründergeist

Im Funpreneur-Wettbewerb der Freien Universität Berlin wurden erfolgreiche Geschäftsideen Studierender prämiiert

18.12.2013

Ein Kochbuch mit Rezepten von Asylsuchenden, „sprechende“ Blumen sowie außergewöhnliche Exkursionen und Experimente für den naturwissenschaftlichen Unterricht – mit diesen Geschäftsideen haben sich Studierende im Gründer-Wettbewerb der Freien Universität die ersten drei Plätze gesichert. Die Preise wurden am Dienstagabend übergeben.

Der erste, mit 1.200 Euro dotierte Preis ging an das Team „Kochen über den Tellerrand“. Mit ihrem Projekt wollten Ninon Demuth, Gerrit Kürschner, Carolin Strehmel und Bontu Guschke dem Thema Asyl ein neues Gesicht geben: Sie fragten Asylsuchende im Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz nach den Lieblingsrezepten aus ihrer Heimat und kochten mit ihnen gemeinsam. So sammelten sie nicht nur 21 Rezepte, sondern erfuhren auch viel über das Leben der Menschen aus 14 Nationen. Aus den Gerichten und Geschichten entstand in wenigen Wochen ein Buch, das sich zum Preis von 15 Euro bereits rund 400 Mal verkauft hat. Ein Teil des Verkaufspreises geht als Spende an die Hilfsorganisation Pro Asyl, mit dem restlichen Gewinn wollen die Studierenden die Druckkosten für zweite Auflage finanzieren, denn es liegen bereits viele weitere Bestellungen vor.

Irina Bolmat, Eugen Gabriel und Alena Miller sicherten sich mit der Produktion und dem Verkauf von „sprechenden“ Blumen den mit 800 Euro verbundenen zweiten Platz. Sie beklebten die äußeren Blütenblätter von großen weißen Rosen mit dünnen Aufklebern, die individuelle Sprüche oder Firmenlogos zeigen. Eine Bestellung „für die beste Mama der Welt“ kam sogar aus St. Petersburg, auch Firmen wie die FBI-Bar oder die Wirtschaftsjunioren gehörten zu ihren Kunden.

Über Platz 3 und einen Scheck im Wert von 500 Euro freuten sich René Pernull und Kadir Sak von „Forum NaWi“. Zum Preis von drei bis fünf Euro pro Schüler bieten sie „Schule zum Anfassen“ mit Exkursionen und Experimenten für Schulklassen, die auf den Rahmenlehrplan abgestimmt sind.

Ausgerichtet wird der Funpreneur-Wettbewerb in jedem Semester von profund, der Gründungsförderung der Freien Universität; er fand zum 15. Mal statt. In Kompaktkursen über Marketing, Recht und Vertrieb bereiten sich die Teilnehmer vor, anschließend gründen sie mit fünf Euro Startkapital ein Unternehmen auf Zeit und setzen ihre Ideen binnen fünf Wochen um. Dabei werden sie von Wirtschaftspaten der Wirtschaftsjunioren Berlin unterstützt.

Der Wettbewerb wird von der Berliner Bank, der IHK Berlin, den Wirtschaftsjunioren Berlin und der Unternehmensberatung Accenture unterstützt. Die nächste Runde startet am Dienstag, 22. April 2014, auch sie ist offen für Studierende aller Berliner Hochschulen.

Weitere Informationen

Marion Kuka, profund – Die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin, Haderslebener Straße 9, 12163 Berlin, Telefon: 030 / 838-73656, E-Mail: marion.kuka@fu-berlin.de