Erfolgreiche Fluorchemieforschung an der Freien Universität

Chemiker Sebastian Hasenstab-Riedel mit dem Publikationspreis Fluorchemie ausgezeichnet

Nr. 297/2013 vom 14.10.2013

Die Arbeitsgemeinschaft Fluorchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. hat den Chemiker Sebastian Hasenstab-Riedel mit dem „Publikationspreis Fluorchemie“ geehrt. Der Professor für Anorganische Chemie an der Freien Universität Berlin erhielt die Auszeichnung kürzlich für seine Veröffentlichung „Beyond Iron Trifluoride: A Matrix-Isolation and Quantum-Chemical Investigation of FeF4“ („Jenseits von Eisentrifluorid: Eine Matrixisolations- und quantenchemische Studie über FeF4“) in der renommierten Fachzeitschrift „Angewandte Chemie International Edition“. Gewürdigt wurde seine Forschung über die Präparation eines bislang unbekannten Eisenhalogenids, welches seine Arbeitsgruppe stabilisieren und näher charakterisieren konnte. Halogenide sind chemische Verbindungen von Halogenen – sogenannten Salzbildnern – und Elementen anderer Gruppen. Die Erkenntnisse aus Hasenstab-Riedels Veröffentlichung sind bedeutend für zukünftige Synthesestrategien wie die Herstellung neuer Materialien. Nur wenige Wochen zuvor war der Wissenschaftler mit dem „International Young Talent Award in Fluorine Chemistry“ ausgezeichnet worden.

Sebastian Hasenstab-Riedel studierte Chemie an der Universität Würzburg und promovierte 2006 am dortigen Institut für Anorganische Chemie. Gastaufenthalte führten ihn an die Universität Helsinki und an die McMaster University in Hamilton, Kanada. 2013 habilitierte sich Hasenstab-Riedel an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit Juni 2013 ist er Professor für anorganische Chemie am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität. Im Jahr 2011 war er von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren für Chemie (ADUC) mit dem ADUC-Jahrespreis und 2007 mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden.

 

Weitere Informationen

Univ.-Prof. Sebastian Hasenstab-Riedel, Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-59860, E-Mail: s.riedel@fu-berlin.de

 

Im Internet

www.fluorinechemistry.de