UNESCO zeichnet erneut Bildungsformat „SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz“ aus

Jury: Themenfokussiertes Angebot vermittelt Kindern vorbildlich nachhaltiges Denken und Handeln

Nr. 226/2013 vom 09.08.2013

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat das Bildungsformat „SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz“ der Freien Universität bereits zum 3. Mal ausgezeichnet. Die Deutsche UNESCO-Kommission würdigte das Projekt des Forschungszentrums für Umweltpolitik der Universität am Freitag im Rahmen der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das Bildungsangebot der SchülerUni setzt damit vorbildlich das Anliegen der weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen um. Die Auszeichnung wurde in Hamburg verliehen. Die nächste SchülerUni findet vom 9. bis 13. September 2013 statt.

Der Vorsitzende des UNESO-Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland, Prof. Dr. Gerhard de Haan, würdigte die SchülerUni als vielfältiges und faszinierendes Projekt, in dem sich junge Schüler mit Zukunftsfragen und –perspektiven beschäftigen könnten. Das Format zeige „eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“. Das Projekt werde erneut ausgezeichnet, weil es verständlich vermittele, wie Menschen nachhaltig handelten.

Bei der SchülerUni handelt es sich um ein themenfokussiertes und außerschulisches Bildungsangebot für Berliner Schulklassen. Zwei Mal im Jahr öffnet die Freie Universität ihre Hörsäle, Labore, den Botanischen Garten, den Wetterturm des Instituts für Meteorologie und das Solardach und bietet für 10- bis 13-jährige Schülerinnen und Schüler erlebnis- und handlungsorientierte Workshops und Vorlesungen zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das jeweils einwöchige Programmangebot umfasst rund 60 Mitmachworkshops und Vorlesungen, die im Klassenverband besucht werden können. In den Workshops werden die allgegenwärtigen Schlüsselthemen einer nachhaltigen Entwicklung altersgerecht und im  Zusammenhang mit gewohnten Lebens- und Konsumstilen der Kinder bewusst gemacht und behandelt. Verdeutlicht wird beispielsweise der Bezug zu Kleidung, Ernährung, Urlaub, Fortbewegen, Hobbies, Elektrogeräten und Produktdesign. Eine weitere Besonderheit des Bildungsformats ist, dass für Lehrkräfte begleitende Fortbildungen angeboten werden, die die Weiterbehandlung und Vertiefung der Themen im Unterricht unterstützt. Die nächste Fortbildung findet am 12. August statt.

Im Mittelpunkt stehen beispielsweise die Themen Energie/Erneuerbare Energien, Ursachen und Folgen des Klimawandels/Klimaschutz, Konsum und Lebensstile, Fortbewegen/Mobilität und Verkehr, Bauen, Wohnen, Ernährung und Ressourcenschonung. Vorrangiges Ziel aller Veranstaltungen ist es, die Komplexität und Vielschichtigkeit der Themen mit Spaß, vielen Beteiligungskomponenten und ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln.

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Bildungskonzept zu stärken. In Deutschland koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission nach einem einstimmigen Bundestagsbeschluss die Aktivitäten der UN-Dekade. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Umsetzung der Vorhaben in Deutschland. Das Nationalkomitee, dem zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft angehören, wirkt als Mittler zwischen Initiatoren und Akteuren der Dekade. Bislang wurden über 1.700 vorbildliche Projekte, 37 Maßnahmen und 17 Kommunen ausgezeichnet.

Weitere Informationen

Karola Braun-Wanke, M. A., Projektleiterin SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz, Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-51599, E-Mail: k.braun-wanke@fu-berlin.de

 

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