Neues Buch über die Verklärung der DDR erschienen

Wissenschaftler der Freien Universität dokumentieren Reaktionen auf ihr Buch über das DDR-Bild von Schülern in Ost und West

Nr. 193/2009 vom 14.07.2009

Die Veröffentlichung der Ergebnisse einer Befragung über das DDR-Bild von Schülern in Ost und West durch Prof. Dr. Klaus Schroeder und Monika Deutz-Schroeder vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität hat lang anhaltende Diskussionen in den Medien ausgelöst. Auch in Internet-Blogs wurde über den Umgang mit der DDR-Geschichte und der Vermittlung von Kenntnissen über den SED-Staat gestritten. Aus Reaktionen in Zeitungsartikeln, Beiträgen in Internetforen und Zuschriften haben die Autoren eine Auswahl zusammengestellt, die nun als Buch erschienen ist.

Die Kommentare machen die unterschiedlich motivierten Enttäuschungen und Frustrationen vieler Ostdeutscher, aber auch Westdeutscher deutlich. Sichtbar wird aber auch, dass die Verklärung der DDR sich nicht auf die damaligen realen, sondern auf im Nachhinein konstruierte Verhältnisse bezieht und in vielen Fällen mit einer Fundamentalkritik der heutigen Gesellschaftsordnung einhergeht.

Das Buch wird eingeleitet mit einer kurzen illustrierten Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie, damit der Leser den Hintergrund der Kommentare versteht. Anschließend erläutern die Autoren erläutern und stellen sie in den Kontext der geschichtspolitischen Auseinandersetzung um die DDR und die deutsche Teilungsgeschichte. Belegexemplare können bei den Autoren oder direkt beim Wochenschauverlag (www.wochenschau-verlag.de) bestellt werden.

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Buchtitel:

Monika Deutz-Schroeder/Klaus Schroeder: Oh, wie schön ist die DDR. Kommentare und Materialien zu den Ergebnissen einer Studie, Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts. 2009