Die Annäherung von Süd- und Nordkorea

Deutsch-Koreanisches Expertentreffen am 9. März in der Freien Universität

Nr. 50/2001 vom 05.03.2001

Die Annäherung von Süd- und Nordkorea steht im Mittelpunkt eines zweitägigen Expertengespräches, das am Freitag, dem 9. März und am Samstag, dem 10. März im Akademischen Senatssaal der Freien Universität stattfindet. Die Expertenrunde will dabei bewusst an die "Berliner Deklaration" vom 9. März 2000 erinnern, in der der Präsident der Republik Korea, Kim Dae-jung in seiner an der Freien Universität gehaltenen Rede für die Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea eintrat.

Die Rede rief international ein großes Echo hervor. Seitdem hat der Annäherungsprozess zwischen Süd- und Nordkorea rapide Fortschritte gemacht, die bei der Bevölkerung nicht immer nur positiv aufgenommen wurden. Um so entscheidender ist es für koreanische Experten gemeinsam mit deutschen Spezialisten Chancen und Risiken von Wiedervereinigungsprozessen zu diskutieren. Die Freie Universität, die "Kim Dae-jung Peace Foundation for the Asia-Pacific-Region" und "The Sejong Foundation" werden deshalb in alljährlich am 9. Februar stattfindenden Expertenrunden, die Fortschritte des Annäherungsprozesses in Korea begleiten.

In vier Sektionen behandeln jeweils ein deutscher und ein koreanischer Spezialist den Wiederverei-nigungsprozess unter dem Aspekt: "Die Rolle der Massenmedien im Annäherungsprozess"; "Die Reaktion Alliierter Mächte insbesondere der Vereinigten Staaten"; "Probleme im persönlichen Kontakt und Austausch"; "Gegenseitiger Austausch oder Einseitigkeit im Prozeß der Annäherung".

Von deutscher Seite nehmen Prof. Dr. Günther von Lojewski, Minister a.D. Dr. Hans-Otto Bräutigam, Vorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"; Detlef Kühn, ehemaliger Präsident der Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben; Prof. Ulrich Albrecht und Prof. Dr. Dr. h.c. Sung-Jo Park teil. Für die Kim Dae-jung Peace Foundation kommt der Geschäftsführer, Prof. Dr. Chang Heng-Hoon; für die Sejong Foundation, Prof. Oh Kiepyung; für das Ministerium für Wiedervereinigung, Prof. Dr. Seok-hyang Kim und von der Seoul National University, Prof. Oh Yean-Cheon und für die Korea University, Prof. Kim Byungki, Direktor des Korea-Studien-Programms.

Die Konferenzsprache ist Englisch. Eventuell wird auch eine Simultanübersetzung angeboten. Die Expertengruppe tagt nicht öffentlich, Journalistinnen und Journalisten sind gerne willkommen. Auf Grund der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung in der Pressestelle: 838 73 180 (Yvonne Wachalski) gebeten.

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Dr.h.c. Sung-Jo Park: Tel.: 831 44 11; 838 53 599
  • Dr. Wedigo de Vivanco: 838 73 400
  • Irma Indorf: 838 73 800