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Ausgezeichnetes Engagement für den Aufbau der mongolisch-deutschen Wissenschaftskooperationen nach 1990

Professor Fred Scholz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Entwicklungsländerforschung der Freien Universität, hat die Ehrendoktorwürde der Nationaluniversität der Mongolei erhalten

28.10.2010

Prof. Dr. Fred Scholz bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die National University of Mongolia
Prof. Dr. Fred Scholz bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die National University of Mongolia Bildquelle: Privat

Bis 2004 wirkte Scholz als Professor am Institut für Geografische Wissenschaften der Freien Universität und von 1987 bis 2004 als Leiter des dortigen Zentrums für Entwicklungsländerforschung (ZELF). Neben seiner Tätigkeit und seinen Verdiensten in Forschung und Lehre an der Hochschule hat sich Scholz nach 1990 vor allem für den Aufbau von Wissenschaftskooperationen zwischen Deutschland und der Mongolei eingesetzt. Diesen Einsatz würdigte die National University of Mongolia (NUM) in Ulaanbaatar nun mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Wissenschaftler.

Durch die zusätzliche Verleihung einer Ehrenmedaille, erhielt Scholz den Titel eines Honorarprofessors, mit dem die lebenslange Zugehörigkeit zur National University of Mongolia verbunden ist. Wissenschaftlicher Anlass für die Ehrung sind Scholz‘ empirische und theoretische Forschungen zu Nomadismus (u.a. die Theorie der sozio-ökologischen Kulturweise Nomadismus) und Unterentwicklung (u.a. die Theorie der fragmentierenden Entwicklung).

Die partnerschaftlichen Verbindungen zwischen der deutschen und mongolischen Wissenschaft währen bis heute. Mehrere geowissenschaftliche Forschungsprojekte an der Freien Universität Berlin und anderen deutschen Universitäten sind hieraus hervorgegangen, ebenso wie Exkursionen, Veröffentlichungen und ein reger Studenten- und Wissenschaftleraustausch. Beteiligte Organisationen waren hierbei die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und die Alexander von Humboldt-Stiftung. Mehrere praxisorientierte Projekte wurden am ZELF angeregt, außerdem wurden für diese und andere Entwicklungsmaßnahmen der Bundesrepublik in der Mongolei am ZELF ausgebildete Experten entsandt.

Die feierliche Ehrung Fred Scholz' fand im Auditorium Maximum der Nationaluniversität der Mongolei statt (NUM), im Beisein zahlreicher Vertreter der Universitäten, der Fakultät für Erdwissenschaften der NUM, der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, der deutschen Botschaft und verschiedener Entwicklungsorganisationen sowie von Studierenden und Gästen.

Fred Scholz wurde 1939 in Liegnitz, Schlesien, geboren und wuchs im Badischen auf.  Er studierte an den dortigen Universitäten und legte 1965 an der Technischen Universität Karlsruhe das Staatsexamen ab. Nach der Promotion 1967 wurde er an der Universität Göttingen tätig, habilitierte sich dort 1973 und wurde 1975 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von der Universität Freiburg, wo Scholz von 1976 bis 1980 lehrte, wurde er auf die Professur für Sozialgeografie und Entwicklungsländerforschung der Freien Universität Berlin berufen.