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Der Russland-Kommunikator

Tobias Stüdemann bringt die Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität und russischen Hochschulen voran

23.08.2010

Tobias Stüdemann leitet das Verbindungsbüro der Freien Universität in Moskau
Tobias Stüdemann leitet das Verbindungsbüro der Freien Universität in Moskau Bildquelle: Sabrina Wendling

Die Verbindungsbüros der Freien Universität bilden ein weltweites Netzwerk, um Wissenschaftler bei der internationalen Kooperation zu unterstützen. Tobias Stüdemann leitet das Moskauer Büro seit Mai 2010 und sieht sich als „Kommunikator“ in einem Land, in dem vieles „anders funktioniert und alles möglich zu sein scheint“.

Seine erste Begegnung mit Russland hatte Tobias Stüdemann in der ersten Klasse seiner Waldorfschule, als er Russisch zu seiner zweiten Fremdsprache wählte. Seitdem hat ihn die russische Kultur mit ihren Spannungen und Widersprüchen nicht mehr losgelassen: Stüdemann absolvierte seinen Zivildienst in Moskau, promoviert in Bremen und Moskau zu russischem Recht und heiratete eine Russin. Seit Mai 2010 leitet er das Verbindungsbüro der Freien Universität in Moskau – für ihn eine Art Wunschjob. Denn damit kann Stüdemann einige seiner Passionen vereinen: Russisch sprechen, in Russland leben, zwischen den Kulturen vermitteln und sich für die international ausgerichtete Freie Universität einsetzen.

Russland als Chance

Stüdemann sorgt als direkter Ansprechpartner für Wissenschaftler, Partner und Studierende im Moskauer Verbindungsbüro dafür, dass Kooperationen zwischen der Freien Universität und russischen Hochschulen ins Leben gerufen und bestehende gemeinsame Studienangebote begleitet werden.

Er möchte, dass die Freie Universität als deutsche Spitzenuniversität und als hervorragender Partner in Russland wahrgenommen wird. „Russland ist für viele, die noch keine Berührungspunkte haben, sehr fremd. Daher werbe ich für das Land und die Chance, Kooperationen mit russischen Hochschulen einzugehen. Ich sehe mich als eine Art Kommunikator“, so Stüdemann.

Die Konkurrenz um den internationalen Spitzennachwuchs sei groß und Russland biete ein riesiges Potential. „Die Universitäten in Russland sind im Umbruch, verjüngen ihre Verwaltungsstrukturen und öffnen sich allmählich der Internationalisierung. Alles scheint möglich zu sein“, erklärt er. Das sieht Stüdemann als optimale Ausgangsposition für das „Networking“ der Freien Universität und ihre Kooperation mit Spitzenforschern.

Flagge zeigen

Darüber hinaus möchte Stüdemann die Sichtbarkeit der Freien Universität in Russland vergrößern. „Wir sind eine internationale Netzwerkuniversität und sollten das auch in Russland kommunizieren. Wir müssen mehr Flagge zeigen“, meint er. Im Kleinen kann eine Kooperation mit bilateralen Vorlesungen anfangen. Dabei vermitteln ein Professor einer russischen Hochschule und ein Professor der Freien Universität ein Thema ihrer Wahl oder eines nach Vorschlag von Stüdemann. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist dieses Format sehr spannend, da beobachtet werden kann, wie zwei verschiedene Kulturen mit ein und demselben Thema umgehen.

Verbindungsbüro in Moskau

Das Verbindungsbüro in Moskau ist am Moskauer Staatlichen Institut  für internationale Beziehungen (MGIMO-Universität) angesiedelt und dient als Service-Einrichtung, die sowohl Angehörige der Freien Universität als auch Studierende und Wissenschaftler aus Russland nutzen können. Sie können sich dort über die Aktivitäten in Russland und die Angebote in Berlin informieren. Konkret werden derzeit zwei bilaterale Studienprogramme der Freien Universität in den Bereichen Politik- und Kommunikationswissenschaften unterstützt.

Stüdemann hat für die Zukunft der deutsch-russischen Kooperation noch einige Ideen, denn in Russland ist ja vieles möglich. Ganz der deutsch-russischen Zusammenarbeit gewidmet ist auch das Jahr 2011, das kürzlich von den Forschungsministern beider Länder zum deutsch-russischen Wissenschaftsjahr ausgerufen wurde.

Weitere Informationen

Tobias Stüdemann
Tel.: 007- 495 434 46 84
E-Mail: tobias.stuedemann@fu-berlin.de

Seite des Verbindungsbüros: http://www.fu-berlin.de/moscow