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„Bereitschaft, auch über den Tellerrand zu schauen“

Bewerbung für Bachelor „Medieninformatik“ bis 15. Juli / Gemeinsamer Studiengang von Freier Universität und Technischer Universität ab Oktober

04.07.2014

Die Medienlandschaft hat sich verändert - darauf reagiert der Studiengang Medieninformatik, eine Kooperation von Freier Universität und Technischer Universität Berlin.
Die Medienlandschaft hat sich verändert - darauf reagiert der Studiengang Medieninformatik, eine Kooperation von Freier Universität und Technischer Universität Berlin. Bildquelle: guukaa - Fotolia
Professor Martin Emmer, Arbeitsstelle Mediennutzung am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität.
Professor Martin Emmer, Arbeitsstelle Mediennutzung am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Professor Sebastian Möller vom Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der Technischen Universität Berlin.
Professor Sebastian Möller vom Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der Technischen Universität Berlin. Bildquelle: TU Berlin

„Dieser Studiengang ist die logische Konsequenz aus der Entwicklung der Medienlandschaft“, sagt Martin Emmer, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität. Mit den Neuerungen, die die digitalen Medien mit sich brächten, änderten sich nicht nur die Ansprüche an Medienwissenschaftler und -wirtschaft. Auch die Lehrpläne an den Universitäten müssten angepasst werden. Der im Wintersemester 2014/15 startende Bachelorstudiengang „Medieninformatik“ ist eine Kombination aus technischem Grundlagenstudium und empirischer Sozialwissenschaft; die Kurse finden an der Freien Universität und der Technischen Universität Berlin statt. Campus.leben im Gespräch mit Martin Emmer und Sebastian Möller, Professor am Institut für Softwaretechnik und theoretische Informatik der TU Berlin.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bachelorstudiengang Medieninformatik?

Martin Emmer: Es geht darum, Studierende auf das neu positionierte Berufsfeld digitale Medien und technische Kommunikation vorzubereiten. Und zwar aus zweierlei Perspektiven: mit Blick auf die technische Dimension von Medien einerseits und die gesellschaftliche Bedeutung andererseits. Es ist unserer Ansicht nach bisher ein großes Problem, dass wir hoch kompetente Informatiker haben, in deren Ausbildung gesellschaftliche Fragestellungen in der Regel keine Rolle spielen. Das wollen wir durch das kombinierte Angebot von technischer Kompetenz der Technischen Universität und sozialwissenschaftlicher Expertise des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität beheben.

Welche Vorteile hat die Kooperation der beiden Universitäten für die Studierenden?

Sebastian Möller: Sie erhalten in beiden Bereichen eine grundlegende Ausbildung und haben Experten aus beiden Bereichen als Ansprechpartner. Unserer Ansicht nach ist das notwendig, damit sie sich nicht fremd in der jeweils anderen Welt fühlen. Der Studiengang ist disziplinär ausgerichtet, die Veranstaltungen werden sowohl von Technikern als auch von Kommunikationswissenschaftlern gehalten.

An wen richtet sich Medieninformatik?

Martin Emmer: Der Studiengang schließt mit einem Bachelor of Science ab – es ist also in erster Linie ein technikorientierter Studiengang. Interesse für Technik sollte man also mitbringen, aber eben auch für die gesellschaftliche Bedeutung von Medien.

Sebastian Möller: Neben dem technischen Interesse an Mathematik und Informatik erwarten wir ganz grundsätzlich die Bereitschaft, auch über den Tellerrand zu schauen.

Die Fragen stellte Krishan van der Kooi