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Literatur als Beruf

Bis 23. Mai läuft die Bewerbungsfrist für den weiterbildenden Masterstudiengang „Angewandte Literaturwissenschaft“ an der Freien Universität

13.05.2014

Berufsfeld für Bücherwürmer: Einen Einblick in den Literaturbetrieb erhalten Studierende der "Angewandten Literaturwissenschaft"
Berufsfeld für Bücherwürmer: Einen Einblick in den Literaturbetrieb erhalten Studierende der "Angewandten Literaturwissenschaft" Bildquelle: Archiv Angewandte Literaturwissenschaft www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/v/agwlit/
Absolventin Lina Kokaly fühlt sich durch ihr Studium gut auf ihren Beruf beim öffentlich-rechtlichen Radio vorbereitet
Absolventin Lina Kokaly fühlt sich durch ihr Studium gut auf ihren Beruf beim öffentlich-rechtlichen Radio vorbereitet Bildquelle: Lina Kokaly

Literaturwissenschaft – eine brotlose Kunst? Keineswegs, wie der weiterbildende Master „Angewandte Literaturwissenschaft“ an der Freien Universität beweist. Der Studiengang vermittelt nicht nur philologisches Fachwissen, sondern bereitet die Studierenden auch auf die Berufspraxis im Literaturbetrieb und Medienbereich vor. So besteht eine Seminararbeit nicht selten darin, eine kulturelle Veranstaltung zu konzipieren und umzusetzen, Filmkritiken zu verfassen oder über die Digitalisierung des Buchmarkts zu reflektieren. Dozenten aus Verlagen, Redaktionen und Literaturhäusern geben den Studierenden Einblicke in mögliche spätere Arbeitsfelder. Der große Praxisbezug war für Absolventin Lina Kokaly ein Grund, das Studium zu wählen.

Warum fiel Ihre Wahl auf den Masterstudiengang „Angewandte Literaturwissenschaft“?

Nach einem Bachelor in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft wollte ich zwar weiter an der Uni bleiben, aber mich hat auch die praktische Arbeit im Literaturbetrieb interessiert. Es war vor allem die Kombination aus Praxis und Literatur, die mich gereizt hat. Einerseits wurde in den Seminaren zeitgenössische Literatur analysiert, andererseits haben wir Literaturveranstaltungen geplant – von der Suche des Veranstaltungsortes, über die Art der Textpräsentation bis hin zur finanziellen Akquise. Die Atmosphäre in den Lehrveranstaltungen war außerdem sehr angenehm, da ein Jahrgang meist nur aus rund 20 Studierenden besteht. Dass die meisten Dozenten aus der Praxis kommen, fand ich sehr gut, auch weil man sich so schon an der Uni ein berufliches Netzwerk aufbauen konnte.

An wen richtet sich der weiterbildende Masterstudiengang?

Meine Kommilitonen waren vor allen Dingen Literaturbegeisterte, die mit Herzblut bei der Sache sind, kulturelle Veranstaltungen organisiert haben oder in Literatureinrichtungen aktiv waren. Interesse an Literatur sollte man in jedem Fall mitbringen. Generell deckt der Studiengang ein weites Berufsfeld ab – von Kulturbetrieben über Verlage bis zu Stiftungen, aber auch viele weitere Bereiche der Literaturvermittlung, wie die Hörbuchproduktion oder den Journalismus.

Sie arbeiten heute beim öffentlich-rechtlichen Radio. Fühlen Sie sich durch Ihr Masterstudium gut auf Ihren beruflichen Alltag vorbereitet?

Für unsere Kulturredaktion schreibe ich oft Buchbesprechungen und Rezensionen und besonders die damaligen Seminare zur Literaturkritik sind rückblickend gesehen sehr sinnvoll für meine jetzige Arbeit gewesen. Während des Studiums wurde uns nicht nur die Beurteilung von Literatur vermittelt, sondern auch in Seminaren zu schriftlicher und mündlicher Kommunikation, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Das kommt mir heute zugute.

Die Fragen stellte Mona Muth

Weitere Informationen

Bewerbung für den weiterbildenden Masterstudiengang „Angewandte Literaturwissenschaft“

Das viersemestrige Studium verbindet literaturwissenschaftliche Fachkenntnisse mit berufspraktischem Wissen. In den Lehrveranstaltungen werden neben Tätigkeitsfeldern wie Lektorat und Literaturkritik auch die aktuellen Entwicklungen der Branche reflektiert wie der E-Book-Markt und Social Media Marketing für Verlage.

  • Eine Bewerbung für das Wintersemester 2014/15 ist bis zum 23. Mai möglich.
  • Zugangsvoraussetzungen: Die Bewerberinnen und Bewerber sollten über einen ersten Hochschulabschluss verfügen, möglichst in einem neuphilologischen Fach, und über Kenntnisse einer modernen Fremdsprache. Außerdem werden nach dem Abschluss des Erststudiums gesammelte, einschlägige Berufserfahrungen von in der Regel nicht unter einem Jahr vorausgesetzt.
  • Pro Semester werden 500 Euro Gebühr erhoben

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