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„Seid neugierig!“

An der Dahlem Research School trafen sich Mentees und Mentoren bei der Abschlussveranstaltung des DREAM-Mentoring-Programms – und zum Auftakt des neuen Durchgangs

01.11.2012

Mentor-Mentee-Tandem des ersten DREAM-Jahrgangs, (v.l.n.r.) Dr. Ute Finckh-Krämer und Jenny Jörgensen.
Mentor-Mentee-Tandem des ersten DREAM-Jahrgangs, (v.l.n.r.) Dr. Ute Finckh-Krämer und Jenny Jörgensen. Bildquelle: MartinThoma
Die Doktorandinnen und ihre Mentorinnen und Mentoren bei der Abschlussveranstaltung.
Die Doktorandinnen und ihre Mentorinnen und Mentoren bei der Abschlussveranstaltung. Bildquelle: MartinThoma
DREAM – hinter der Abkürzung verbirgt sich das Dahlem Research Mentoring, ein bisher an der Freien Universität einmaliges Programm, das über den Zeitraum von einem Jahr gezielt weibliche Promovierende aller Fachrichtungen auf ihrem Weg in eine akademische oder nicht-akademische Karriere fördert. Unterstützt werden die Doktorandinnen dabei von Mentorinnen und Mentoren, die diesen Weg bereits gegangen sind. Die Abschlussveranstaltung für den ersten Jahrgang war zugleich Auftakt für den zweiten und bot gute Gelegenheit, sich über Erwartungen und Erfahrungen auszutauschen.

„Ich möchte nicht einfach nur zusehen, wie andere etwas gestalten, sondern selbst etwas in der Gesellschaft bewegen“, sagt Jenny Jörgensen. Die Theologin und Nordamerikanistin hat drei Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, engagiert sich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde und promoviert zum Thema Evangelikale und Politik.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Familie, Karriere und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden, hat sich Jörgensen vor einem Jahr beim DREAM-Programm beworben – und ihre Mentorin Ute Finckh-Krämer kennengelernt. Die Mathematikerin arbeitet im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und ist aktiv in der Friedensbewegung. „Als Mentorin wollte ich zeigen, dass neben der jungen, kinderlosen Elitedoktorandin noch andere Lebensläufe möglich sind und sich Familie, Karriere und ehrenamtliches Engagement nicht ausschließen“, sagt sie. „Und ich habe festgestellt, dass meine Erfahrungen auch für andere wertvoll sein können.“

Zwei grundlegende Ziele der Freien Universität: Nachwuchsförderung und Gleichstellung

Finckh-Krämer und Jörgensen sind eines von 19 Mentor-Mentee-Tandems des ersten DREAM-Jahrgangs, die gemeinsam mit 14 Paaren des neuen Programm-Durchgangs auf dem Gelände des veterinärmedizinischen Fachbereichs der Freien Universität in Düppel feierten. „DREAM – der Traum geht weiter“, sagte Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, in seiner Begrüßungsrede „Das DREAM Mentoring-Programm ist ein wichtiger Bestandteil der Dahlem Research School. Denn in diesem Programm werden zwei grundlegende Ziele der Freien Universität verwirklicht: Nachwuchsförderung und Gleichstellung.“

Im Gespräch mit ihrer Mentorin offen sein zu dürfen, beschreibt Jenny Jörgensen als besonders wertvolle Erfahrung. Ihren Nachfolgerinnen gibt sie mit auf den Weg: „Scheut euch nicht, mit eurem Mentor auch über eure Schwächen zu sprechen.“

Auch im zweiten Jahr Mentorin

Auch Heidrun Schnitzler ist froh, an dem Programm teilgenommen zu haben. Zwei ihrer Freundinnen sind heute dank ihrer Empfehlung als Mentees des neuen Jahrgangs dabei. Als Schnitzler selbst sich bewarb, strebte sie zwar keine wissenschaftliche Karriere an, wollte aber dennoch in Kontakt mit der Wissenschaft bleiben. Nach der einjährigen Zusammenarbeit mit ihrer Mentorin Sabine Cofalla ist sich Heidrun Schnitzler sicher: Sie möchte sich auf Stiftungen und Institutionen, die in der Bildungs- und Wissenschaftsförderung tätig sind, konzentrieren. Durch ihre Mentorin, sagt Schnitzler, habe sie vor allem mehr Selbstbewusstsein gewonnen. Aber eben nicht nur durch aufmunternde Worte, sondern indem sie ihr Strategien vermittelt hätte, wie sie bei der Karriereplanung vorgehen und  sich präsentieren solle. „Das konnten ganz allgemeine Fragen sein, etwa wie ich am geschicktesten Kontakt zu einem Unternehmen aufnehmen sollte, für das ich mich interessiere.“ Sabine Cofalla hat auch im zweiten Jahr wieder eine Mentorschaft übernommen. Ihr Tipp an die kommenden Mentees, Mentorinnen und Mentoren: „Seid neugierig! Ich bin es – und ich freue mich auf die weitere Arbeit!“