Freie Universität Berlin


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Gründerblick in die Zukunft: die Dax-Unternehmer von 2018

Fünf Projekte im internen Businessplan-Wettbewerb von profund, der Gründungsförderung der Freien Universität, ausgezeichnet

29.04.2011

Philip Paar, Mitglied des Siegerteams Laubwerk GmbH, und der Kanzler der Freien Universität, Peter Lange (v.l.).
Philip Paar, Mitglied des Siegerteams Laubwerk GmbH, und der Kanzler der Freien Universität, Peter Lange (v.l.). Bildquelle: profund
Das Siegerteam Laubwerk GmbH (v.l.): Philip Paar, Timm Dapper, Jalda Schaback, Dr. Wieland Röhricht
Das Siegerteam Laubwerk GmbH (v.l.): Philip Paar, Timm Dapper, Jalda Schaback, Dr. Wieland Röhricht Bildquelle: Andreas Meichsner
2. Platz für Symplektikon, die Erfinder des Geräts für Blinde und Sehbehinderte "informA" (v.l.): Fabian Ruff, Noam Yogev, Dr. Sime Pervan, Roman Guilbourd, Bastian Hecht
2. Platz für Symplektikon, die Erfinder des Geräts für Blinde und Sehbehinderte "informA" (v.l.): Fabian Ruff, Noam Yogev, Dr. Sime Pervan, Roman Guilbourd, Bastian Hecht Bildquelle: Andreas Meichsner
Das Team Vismath belegte den dritten Platz (v.l.): Anne Kahnt, Tobias Pfeiffer, Simon Krohn
Das Team Vismath belegte den dritten Platz (v.l.): Anne Kahnt, Tobias Pfeiffer, Simon Krohn Bildquelle: Marion Kuka

Das Team der Laubwerk GmbH machte in diesem Jahr das Rennen: Mit einer Softwaretechnologie entwickeln die jungen Gründer Jalda Schaback, Timm Dapper, Philip Paar und Dr. Wieland Röhricht vom Fachbereich Mathematik und Informatik mit Unterstützung ihres Mentors, Professor Konrad Polthier, naturgetreue digitale 3D-Pflanzenmodelle für Visualisierungen von Architekten.

Sie erhielten den ersten Preis samt 500 Euro Preisgeld: Die von der Laubwerk GmbH entwickelte Softwaretechnologie macht das Arbeiten mit naturgetreuen digitalen 3D-Pflanzenmodellen wesentlich schneller und einfacher. Zur Markteinführung kooperieren die Gründer mit einem Partner in den USA. Als Gewinner des internen Wettbewerbs werden sie die Freie Universität Berlin im Oktober auch diesjährigen UNICA Entrepreneurship-Wettbewerb in Tallinn (Estland) vertreten. Dort werden die besten Businesspläne aus 22 europäischen Universitäten gekürt.

Internet für Sehbehinderte und unterhaltsame Mathematik

Den zweiten Preis sowie 300 Euro nahm das Team Symplektikon entgegen. Zusammen mit ihrem Mentor Professor Raúl Rojas und seiner Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz entwickeln Dr. Sime Pervan, Noam Yogev, Roman Guilbourd, Bastian Hecht und Fabian Ruff innovative Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte. Mit dem handlichen und günstigen Gerät „InformA“ können die Kunden Informationen aus dem Internet selbstständig nutzen, sich Dokumente oder die Zeitung vorlesen lassen, E-Mails bearbeiten und vieles mehr. Dabei ist das Gerät so einfach zu bedienen wie ein Radio.

Mit dem dritten Preis und 200 Euro wurden Simon Krohn, Anne Kahnt und Tobias Pfeiffer von der Vismath GmbH prämiert. Sie werden ebenfalls von Konrad Polthier als Mentor unterstützt und bieten auf ihrem Portal Filme, Bücher und Bastelbögen an, die Mathematik auf spannende und unterhaltsame Weise vermitteln. So wurden die Bastelbögen beispielsweise eigens am Fachbereich für Mathematik entwickelt, damit Kinder und Erwachsene mit Spaß ihr Verständnis für dreidimensionale Geometrie schulen können.

Mehr Freude am Spielen – mit Internet und Taktikanalyse

Über den vierten Platz freuten sich Christoph Thöns, Florian Methner, Julian Jürgens, Esther Tonks und Sönke Greve vom Team Uplivion. Mit Unterstützung wiederum von Konrad Polthier tüfteln sie an einem „Software Development Kit“, mit dessen Hilfe auch aufwendige Computerspiele künftig so aufbereitet werden können, dass ihr Vertrieb über das Internet problemlos möglich ist.

Den fünften Platz belegte das Gründungsprojekt fubalytics. Alexander Bitzke, René Lindner und Eugen Funk entwickeln ein Informations- und Analysesystem für Teamsportarten, das zum Beispiel aus Bewegungsdaten von Fußballspielern und dem Ball eine automatisierte Taktikanalyse generieren kann. Ihr Mentor ist Professor Christof Schütte, Leiter der Arbeitsgruppe Biocomputing Group vom Fachbereich für Mathematik und Informatik.

Wissenschaftlicher Ansatz und Marktstrategien spielten eine Rolle

Zehn Businesspläne waren diesmal in die Endauswahl des Wettbewerbs gekommen. Alle hatten zuvor bereits Punkte im laufenden Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg  gesammelt. Doch die interne Jury wertete als zusätzliche Kriterien auch die Anwendung wissenschaftlicher Ergebnisse, Strategien zur Internationalisierung und die gesellschaftliche Relevanz der Geschäftsideen. Juror Peter Lange, Kanzler der Freien Universität, überreichte den Gewinnern neben Geldpreisen von insgesamt 1.000 Euro auch ein Team-Trikot mit einem Rückenaufdruck, der ihnen augenzwinkernd die Zukunft als „Internet-Guru 2014“, „Weltmarkführerin 2015“ oder „Dax-Unternehmer 2018“ voraussagt.

Gute Ideen fördern und marktfähige Produkte entwickeln

An einer Hochschule entstehen täglich Ideen, aus denen Produkte der Zukunft werden könnten. Profund, die Gründungsförderung der Freien Universität, unterstützt Wissenschaftler, Studierende und Alumni, die ihre Ideen als Unternehmer selbst auf den Markt bringen wollen, und vermittelt ihnen etwa Gründerstipendien, mietfreie Arbeitsräume und Expertenwissen. Einmal jährlich werden die fünf besten Businesspläne von jungen Gründern in einem universitätsinternen Wettbewerb auszeichnet.